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BLASMUSIK: Schüpfheim verteidigt den Titel

Schüpfheim gehört zu den Siegern in der Kategorie Harmonie. Das grösste Musikfest aller Zeiten stellte Vereine jedoch vor einige Herausforderungen.
Evelyne Fischer
Impressionen eines stimmigen Vortrags: die Musikgesellschaft Schüpfheim im Wettspiellokal Casino in Montreux. (Bild: Keystone/Laurent Gilliéron)

Impressionen eines stimmigen Vortrags: die Musikgesellschaft Schüpfheim im Wettspiellokal Casino in Montreux. (Bild: Keystone/Laurent Gilliéron)

Evelyne Fischer

«Einfach wunderbar.» Das Resümee von Lisbeth Engel, Präsidentin der Musikgesellschaft Schüpfheim, lässt keine Zweifel offen: Für ihren Verein verlief der Auftakt des 34. Eidgenössischen Musikfestes in Montreux perfekt. Mit 190,67 Punkten sichern sich die Musikanten im Wettspiellokal Casino in der Harmonie, 1. Klasse, den Kategoriensieg (siehe Kasten). Damit konnten die Schüpfheimer ihren Titel verteidigen – sie siegten bereits beim letzten Eidgenössischen in St. Gallen. «Wir waren sehr gut vorbereitet und konnten unsere beste Leistung abliefern. Der Wettbewerb hat dem Verein Auftrieb verliehen, diese Stimmung genossen wir bis nach Mitternacht.»

La Fanfare de Romont bei ihrer Parade. (Bild: LAURENT GILLIERON)La Fanfare de Romont bei ihrer Parade. (Bild: LAURENT GILLIERON)
La Fanfare de Romont bei ihrer Parade. (Bild: LAURENT GILLIERON)La Fanfare de Romont bei ihrer Parade. (Bild: LAURENT GILLIERON)
La Fanfare de Romont bei ihrer Parade. (Bild: LAURENT GILLIERON)La Fanfare de Romont bei ihrer Parade. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Die Harmonie Municipale de Monthey bei ihrer Parade. (Bild: LAURENT GILLIERON)Die Harmonie Municipale de Monthey bei ihrer Parade. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Musik aus dem Kanton Luzern: Die Feldmusik Grosswangen in Aktion. (Bild: LAURENT GILLIERON)Musik aus dem Kanton Luzern: Die Feldmusik Grosswangen in Aktion. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Musik aus dem Kanton Luzern: Die Feldmusik Grosswangen in Aktion. (Bild: LAURENT GILLIERON)Musik aus dem Kanton Luzern: Die Feldmusik Grosswangen in Aktion. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Musik aus dem Kanton Luzern: Die Feldmusik Grosswangen in Aktion. (Bild: LAURENT GILLIERON)Musik aus dem Kanton Luzern: Die Feldmusik Grosswangen in Aktion. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Die Harmonie Rohrdorf während ihrer Parade. (Bild: LAURENT GILLIERON)Die Harmonie Rohrdorf während ihrer Parade. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Die Harmonie Rohrdorf während ihrer Parade. (Bild: LAURENT GILLIERON)Die Harmonie Rohrdorf während ihrer Parade. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Musik aus dem Kanton Luzern: Die Feldmusik Grosswangen in Aktion. (Bild: LAURENT GILLIERON)Musik aus dem Kanton Luzern: Die Feldmusik Grosswangen in Aktion. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Musik aus dem Kanton Luzern: Die Feldmusik Grosswangen in Aktion. (Bild: LAURENT GILLIERON)Musik aus dem Kanton Luzern: Die Feldmusik Grosswangen in Aktion. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Musik aus dem Kanton Luzern: Die Feldmusik Grosswangen in Aktion. (Bild: LAURENT GILLIERON)Musik aus dem Kanton Luzern: Die Feldmusik Grosswangen in Aktion. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Musik aus dem Kanton Luzern: Die Feldmusik Grosswangen in Aktion. (Bild: LAURENT GILLIERON)Musik aus dem Kanton Luzern: Die Feldmusik Grosswangen in Aktion. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Die Musikgesellschaft Schnottwil. (Bild: LAURENT GILLIERON)Die Musikgesellschaft Schnottwil. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Die Musikgesellschaft Schnottwil. (Bild: LAURENT GILLIERON)Die Musikgesellschaft Schnottwil. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Die Musikgesellschaft Schnottwil. (Bild: LAURENT GILLIERON)Die Musikgesellschaft Schnottwil. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Die Musikgesellschaft Schnottwil. (Bild: LAURENT GILLIERON)Die Musikgesellschaft Schnottwil. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Musiker der Musikgesellschaft Schnottwil. (Bild: LAURENT GILLIERON)Musiker der Musikgesellschaft Schnottwil. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Musiker der Musikgesellschaft Schnottwil. (Bild: LAURENT GILLIERON)Musiker der Musikgesellschaft Schnottwil. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Musiker der Musikgesellschaft Schnottwil. (Bild: LAURENT GILLIERON)Musiker der Musikgesellschaft Schnottwil. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Musiker der Musikgesellschaft Schnottwil. (Bild: LAURENT GILLIERON)Musiker der Musikgesellschaft Schnottwil. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Die Harmonie Rohrdorf bei ihrer Parade. Offensichtlich wurde diese etwas verregnet. (Bild: LAURENT GILLIERON)Die Harmonie Rohrdorf bei ihrer Parade. Offensichtlich wurde diese etwas verregnet. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Die Harmonie Municipale de Monthey beim Spiel. (Bild: LAURENT GILLIERON)Die Harmonie Municipale de Monthey beim Spiel. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Die Harmonie Municipale de Monthey beim Spiel. (Bild: LAURENT GILLIERON)Die Harmonie Municipale de Monthey beim Spiel. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Die Harmonie Municipale de Monthey beim Spiel. (Bild: LAURENT GILLIERON)Die Harmonie Municipale de Monthey beim Spiel. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Die Harmonie Municipale de Monthey beim Spiel. (Bild: LAURENT GILLIERON)Die Harmonie Municipale de Monthey beim Spiel. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Die Harmonie Municipale de Monthey beim Spiel. (Bild: LAURENT GILLIERON)Die Harmonie Municipale de Monthey beim Spiel. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Die Harmonie Municipale de Monthey beim Spiel. (Bild: LAURENT GILLIERON)Die Harmonie Municipale de Monthey beim Spiel. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Musiker der MG Schuepfheim in Montreux. (Bild: LAURENT GILLIERON)Musiker der MG Schuepfheim in Montreux. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Musiker der MG Schuepfheim in Montreux. (Bild: LAURENT GILLIERON)Musiker der MG Schuepfheim in Montreux. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Musiker der MG Schuepfheim in Montreux. (Bild: LAURENT GILLIERON)Musiker der MG Schuepfheim in Montreux. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Musiker der MG Schuepfheim in Montreux. (Bild: LAURENT GILLIERON)Musiker der MG Schuepfheim in Montreux. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Musiker der MG Schuepfheim in Montreux. (Bild: LAURENT GILLIERON)Musiker der MG Schuepfheim in Montreux. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Musiker der MG Schuepfheim in Montreux. (Bild: LAURENT GILLIERON)Musiker der MG Schuepfheim in Montreux. (Bild: LAURENT GILLIERON)
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Das Eidgenössische Musikfest in Montreux

Die Tücken zwischen den Takten

Dieser Erfolg sei alles andere als selbstverständlich gewesen, sagt Engel mit Blick auf die Dimensionen des grössten Musikfestes aller Zeiten: Die Schüpfheimer waren eine von insgesamt 556 Formationen, die in und rund um Montreux an den beiden Wochenenden spielen. Ab Freitag startet das Musikfest mit 284 Formationen in die zweite Runde. «Unter der Rekordbeteiligung hat die Organisation gelitten», sagt Engel. Infos erreichten die Musikanten im letzten Moment. «Wer mit einem Car anreiste, musste auf ein flexibles Unternehmen hoffen.» Die grösste Herausforderung sei der Konzertvortrag gewesen. Die Bühne platzte ob den 62 Musikanten aus allen Nähten. «Unsere Harfenspielerin war regelrecht zwischen den Bläsern eingequetscht.» Die Lichtverhältnisse liessen zu wünschen übrig. «Der Dirigent schwang den Taktstock beinahe im Dunklen.»

«Sehr anspruchsvoller Anlass»

Wie seine Schüpfheimer Kollegin war auch Christoph Erni, Präsident der Musikgesellschaft Hildisrieden, nicht ganz glücklich über die Organisation. Pin, Festführer und Bankettkarten seien beispielsweise nicht verschickt worden, sondern mussten abgeholt werden. «Hier hat man am falschen Ort gespart.»

Ein Eidgenössisches Musikfest sei ein «sehr anspruchsvoller Anlass», sagt Pressechef Jean-Raphaël Fontannaz auf Anfrage. «Jeder Helfer führte seine Funktion zum ersten Mal aus. Das zweite Wochenende dürfte von daher routinierter ablaufen.» Mit 26 000 Teilnehmern stosse man an gewisse Grenzen. «Dass so viele Vereine bereit sich, sich vor einer Jury zu präsentieren, ist aber auch ein Zeichen für die Qualität der Blasmusik in diesem Land.»

Parademusik fiel teils ins Wasser

Nicht ganz nach Plan verlief die Parademusik: Aufgrund starker Regengüsse musste diese am Samstag unterbrochen werden. Für die Betroffenen – etwa die Musikgesellschaft Flühli – fiel dieser Teil buchstäblich ins Wasser. «Wir haben im Nu einen Plan B geschmiedet», sagt Vereinspräsident Roland Schmid. «Dank dem verpassten Auftritt konnten wir uns in einem Pub unsere Plätze sichern und verfolgten in aller Ruhe den Match zwischen Schweiz und Albanien.»

Mehr Wetterglück hatte die Musikgesellschaft Hildisrieden. Ihr Präsident erhielt kein SMS, das die Streichung des Auftritts übermittelt hätte. «In der heissen Phase checkte ich mein Natel wohl im Minutentakt», sagt Christoph Erni und lacht. «Wir betrieben enorm viel Aufwand für die Marschmusik und wären bei einer Absage sehr enttäuscht gewesen.» Ein Blick auf die Rangliste zeigt, warum: Mit 90 Punkten spielte sich der Verein auf den 2. Rang und erzielte damit ein «Traumergebnis», sagt Erni. Diesen Erfolg haben die Musikanten gefeiert. «Unser Car dürfte einer der letzten gewesen sein, der am Samstag den Festplatz verliess.»

Mit einem «sehr erfreulichen Ergebnis» im Gepäck reiste auch das Blasorchester Stadtmusik Luzern nach Hause. «Der 5. Rang ist eine schöne Bestätigung des Weges, den wir eingeschlagen haben. Wir sind damit wieder auf Augenhöhe mit den führenden Blasorchestern der Schweiz», sagt Vereinspräsident Adrian Gut. Das «Tüpfchen auf dem i» sei das Juryverdikt zum Selbstwahlstück gewesen. «Hier haben wir das beste Resultat aller Höchstklassvereine erreicht.» Absolut zufrieden zeigt sich auch André Marti, Präsident der Feldmusik Willisau. Das Eidgenössische Musikfest sei ein Fixpunkt in ihrem Vereinsprogramm. «Damit sind bleibende Erlebnisse verbunden. In diese wird sich Montreux mit dem wunderbaren Ambiente bestens einfügen.»

Zurück zu den siegreichen Schüpfheimern: Diese liessen gestern Abend im Badirestaurant die Gläser klingen. Mit «Dolce far niente» ist jedoch bald Schluss: Nächstes Jahr organisieren sie den Kantonalmusiktag. «Montreux hat uns gezeigt, wo Schwachstellen auftauchen können», sagt Präsidentin Engel. «Die Vereine legen sich für einen solchen Anlass ins Zeug. Sie verdienen gute Konzertlokale. Darauf wollen wir unser Augenmerk richten.»

Bilder: Weitere Impressionen vom Musikfest finden Sie unter www.luzernerzeitung.ch/bilder

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