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Blechverarbeiter Wirth + Co investiert in den Standort Buchrain

Einer der grössten Arbeitgeber in Buchrain baut aus – trotz internationaler Konkurrenz und Preisdruck. Mit der neuen Lagerhalle und dem sanierten Lackierwerk sei man nun wieder auf dem Stand von vor der Euro-Krise, sagt der CEO.
Beatrice Vogel
Thomas Wirth, CEO Wirth + Co AG, im Lackierwerk der Firma. (Bild: Philipp Schmidli (Buchrain, 30. Oktober 2018))

Thomas Wirth, CEO Wirth + Co AG, im Lackierwerk der Firma. (Bild: Philipp Schmidli (Buchrain, 30. Oktober 2018))

220 Mitarbeiter, ein 2200 Quadratmeter grosses, frisch saniertes Lackierwerk und eine neue 2000 Quadratmeter grosse Lager- und Speditionshalle: So präsentiert sich der Buchrainer Blechverarbeiter Wirth + Co AG seit Kurzem. «Mit dem Neubau der Lagerhalle konnten wir alles an einem Standort vereinen, die Logistikabläufe verbessern, und dadurch Kosten sparen», sagt Firmeninhaber und CEO Thomas Wirth. Zuvor hatte man ein Aussenlager zugemietet.

Auch die Sanierung des Lackierwerks sei nötig gewesen, so Wirth, «damit wir konkurrenzfähig bleiben». Dabei wurde der Vorbehandlungsprozess weitgehend ersetzt und ergänzt, das Fördersystem saniert und die Steuerung der Anlage erneuert. Die Umweltverträglichkeit der Anlage ist nun auf dem neusten Stand, die Produktion benötige einen Drittel weniger Energie, erklärt er. Sanierung und Neubau kosteten total rund fünf Millionen Franken.

Wirth + Co ist einer der grössten Arbeitgeber in Buchrain und ein führender Blechverarbeiter in der Schweiz. Das KMU ist ein Lohnbetrieb, stellt also Produkte auf Auftragsbasis für andere Betriebe her. Abnehmer der Blechteile sind Unternehmen der Grossindustrie wie Komax, Roche und ABB. Die Buchrainer Firma konstruiert, verarbeitet, lackiert und montiert für diese die unterschiedlichsten Metallteile und liefert damit ein gefragtes Gesamtpaket.

Wachstum durch Effizienz

Allerdings: Eine grosse Expansion ist trotz Neubau und Sanierung vorläufig nicht geplant. Im neuen Lager hat man keinen zusätzlichen Platz im Vergleich zur zuvor gemieteten Halle, es wurden auch keine neuen Arbeitsplätze geschaffen. Wachstum wolle man vielmehr durch Effizienz erreichen, und durch gute Leistung neue Aufträge akquirieren, so Thomas Wirth: «Primär ging es beim Bauprojekt darum, die Produktionsabläufe zu vereinfachen und damit kostengünstiger zu produzieren.» Denn die internationale Konkurrenz ist gross, die Preise mussten in den letzten Jahren gesenkt werden. «Durch den Preisdruck der Euro-Krise haben wir auch Aufträge verloren. Jetzt sind wir wieder dort, wo wir vorher waren.»

Trotzdem hat die Wirth + Co den Standort Buchrain ausgebaut. «Es ist sicher mutig, in der Schweiz zu investieren. Wir hätten auch im Ausland bauen können», sagt Wirth. Aber er glaube an die Zukunft des Standorts, trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen. Zumal dieser auch Vorteile habe, etwa Kundennähe und kürzere Lieferwege. «Der Standort Buchrain ist gut, wir sind in alle Richtungen ans Autobahnnetz angeschlossen – einzig der Stau dürfte etwas weniger sein.»

Papierloses Lackierwerk geplant

Buchrain ist der einzige Standort des Familienunternehmens. Gegründet wurde Wirth + Co vor 56 Jahren, heute führt es Thomas Wirth in zweiter Generation als alleiniger Inhaber. Doch auch sein Sohn ist seit ein paar Jahren im Betrieb tätig und wird möglicherweise dereinst in die Fussstapfen des Vaters und Grossvaters treten. Die meisten Angestellten kommen aus dem Kanton Luzern oder angrenzenden Regionen, «wir haben auch viele langjährige Mitarbeiter».

Für die kommenden Jahre ist wie erwähnt keine grosse Expansion geplant, «obwohl wir noch Landreserven haben», so Wirth. Vorgesehen ist jedoch das Lackierwerk papierlos zu gestalten mit rein elektronischen Visualisierungen der Abläufe. Des Weiteren sollen die Logistikabläufe weiter optimiert werden. Auch Investitionen «im normalen Rahmen» stehen an, denn die Maschinen müssen immer auf dem neusten Stand sein.

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