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Bleibt die Hundewiese am Luzerner Churchill Quai erhalten? Der Entscheid soll bald fallen

Am Churchill Quai endet die Testphase für eine Hunde-Freilaufzone. Die Stadt muss jetzt entscheiden, ob aus dem Provisorium eine Dauerlösung werden soll. Gegner und Befürworter bringen sich derweil in Stellung.
Sandra Monika Ziegler
Vierbeiner auf der Freilaufwiese am Churchill Quai, wo vor zwei Jahren der Pilotversuch begonnen hat. (Bild: Boris Bürgisser, Luzern, 17. März 2017)

Vierbeiner auf der Freilaufwiese am Churchill Quai, wo vor zwei Jahren der Pilotversuch begonnen hat. (Bild: Boris Bürgisser, Luzern, 17. März 2017)

Des einen Freud – des andern Leid. Das trifft auf Freilaufzonen für Hunde zu. Aktuell zu reden gibt jene am Luzerner Churchill Quai. Denn das zweijährige Pilotprojekt ist nun abgelaufen. Jetzt muss der Stadtrat entscheiden, ob die Zone definitiv eingeführt wird.

Mitreden wollen auch Quartierbewohner, Gegner und Befürworten. Sie trafen sich deshalb Mitte Mai mit der Stadtgärtnerei – sie hat das Pilotprojekt umgesetzt – und zogen gemeinsam anhand eines Fragebogens Bilanz. Rund 70 Personen nahmen an dieser «Echoveranstaltung» teil. In Gruppenarbeiten wurden die Argumente dafür und dagegen zu Protokoll gegeben. Dazu Cornel Suter, Leiter Stadtgärtnerei: «Das Interesse an der Veranstaltung war von beiden Seiten gross. Wir haben die aufgeschriebenen Argumente eingesammelt und werden diese nun analysieren und auswerten.»

Entscheid vor den Sommerferien

Danach werden sie an den Luzerner Stadtrat weitergeleitet. «Wir erwarten einen definitiven Entscheid vor den Sommerferien.» Egal, wie der Entscheid ausfällt: Es allen Recht machen ist und bleibt unrealistisch, so Suter. Zu den Verbesserungsvorschlägen gehören unter anderem eine bessere, verständlichere Signalisation der Freilaufzone, ein verstärken der Heimbuchenhecke und auch der Vorschlag, auf den Einstieg in den See zu verzichten, ergänzt Suter. Bis zum Entscheid des Stadtrats bleibt auf der Freilaufzone alles beim Alten.

Mit einem offenen, vierseitigen Brief wendet sich die IG-Hundewiese an den Luzerner Stadtrat. Darin heisst es: «Aus Sicht der IG Hundewiese ist eine Überführung der Hundefreilaufzone am Churchill-Quai in eine Dauerlösung aufgrund des erfolgreich verlaufenen Pilotprojektes folgerichtig und notwendig.» Die IG-Hundewiese schlägt ebenfalls eine Verdichtung der Hecke vor, wie auch eine Bodenmarkierung, die den Anfang der Freilaufzone markiert. Zudem wären Sitzbänke in der Zone auch von Vorteil.

Gegner fordern einen anderen Standort

Unzufriedene Anwohner haben sich in der IG Churchill vereint. Sie beurteilen das Projekt nicht positiv. Ihr Hauptanliegen, so ein IG-Mitglied: «Für uns steht an erster Stelle die Sicherheit, und zwar für alle, unabhängig, ob sie klein, gross, jung oder alt sind. Aktuell ist das aber hier nicht der Fall. Wir sind nach wie vor überzeugt, dass die Grünfläche am Churchill Quai der falsche Ort ist für eine Hundefreilaufzone. Die Stadt soll einen anderen Platz bestimmen.» Gute Beispiele seien da Ebikon und Meggen, dort befänden sich die Freilaufzonen ausserhalb der Wohnzonen, so störe auch das dauernde Gebell nicht, begründet ein weiteres IG-Mitglied die ablehnende Haltung. Zudem seien die Parkplätze für «auswärtige Hündeler» geradezu eine Einladung.

Uneinigkeit besteht auch beim geplanten neuen Spielplatz zwischen Liegewiese und Sunset-Bar. Es wurde Einspruch erhoben. Die Einsprecher wollen dort eine Ruhezone mit einem Kleinkinderspielplatz ohne grosse Gerätschaften. Cornel Suter: «Wir warten auf den Entscheid des Luzerner Kantonsgerichts.»

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