Blick aufs Löwendenkmal nur aus der Ferne – die Touristen nehmen es locker

Touristen besuchen die Sehenswürdigkeit in der Stadt Luzern weiterhin fleissig, obwohl das Fotosujet durch die aktuelle Baustelle beeinträchtigt ist. Sofern das Wetter mitspielt, sollten die Arbeiten bis Mitte Januar abgeschlossen sein.

Florian Pfister
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Man muss ihn jetzt halt aus noch mehr Distanz betrachten als sonst: Den sterbenden Löwen. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern 20. November 2019)

Man muss ihn jetzt halt aus noch mehr Distanz betrachten als sonst: Den sterbenden Löwen. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern 20. November 2019)

Sie kommen immer noch in Scharen, um den sterbenden Löwen zu sehen. Touristen aus aller Welt. Allerdings ist der Blick auf das Löwendenkmal seit gut zwei Monaten etwas getrübt, respektive nur von einer 5 mal 16 Meter grossen Plattform aus möglich. Von dieser ist kein so naher Blick auf den Löwen möglich wie sonst. Als Folge davon müssen die Touristen beim Fotografieren den Löwen etwas mehr heranzoomen. Zumal der Rest der Anlage zurzeit ohnehin von Baumaterial und Absperrwänden dominiert wird.

Grund für den momentanen Zustand sind umfangreiche Sanierungsarbeiten im dazugehörenden Park (Ausgabe vom 18. September). «Bis jetzt sind wir voll im Terminplan», sagt Cornel Suter, Leiter der Stadtgärtnerei Luzern, auf Anfrage. «Sofern das Wetter mitspielt, sind die Arbeiten bis Mitte Januar 2020 beendet.» Vor einigen Tagen hätten bereits Vorarbeiten für die Erstellung der eigentlichen Pflästerung gestartet.

Einheitliche Platten und Pflastersteine

Nach der Sanierung sollen die Oberflächen innerhalb des Parks vereinheitlicht sein – gemeint sind die Pflastersteine und Natursteinplatten. Diese hatten in den letzten Jahren unter dem hohen Nutzungsdruck gelitten. Auch die Werkleitungen werden erneuert. Somit soll das Erscheinungsbild dem hohen Stellenwert des Löwendenkmals als Tourismusmagnet wieder gerecht werden. Trotz leicht eingeschränkter Sicht auf das Löwendenkmal hat die Baustelle laut den Souvenirläden in direkter Umgebung bislang keinen negativen Einfluss auf den Tourismus – weder auf die Anzahl Besucher, noch auf deren Umsatz.

Auch Sibylle Gerardi von Luzern Tourismus sieht keine Defizite: «Es gibt auch keine Rückmeldungen der Gäste.» Die Stadt Luzern habe ebenfalls früh über die Einschränkung am Denkmal informiert. Auch wenn sich Touristen nicht gross an den veränderten Umständen stören, wird in den Souvenirshops aber oft nach dem Grund der Bauarbeiten gefragt. Aus Sicht der Läden ist auch der Zeitpunkt gut gewählt. Im Sommer wären aufgrund von mehr Touristen eher Probleme zu erwarten gewesen, heisst es.

(Bild: Dominik Wunderli, Luzern 20. November 2019)

(Bild: Dominik Wunderli, Luzern 20. November 2019)