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«Es regnete ganze Äste» – Mammutbaum explodiert bei Blitzschlag in Luzern – Frau verletzt

Beim Felsberg-Schulhaus in Luzern hat ein Blitz in einen 40 Meter hohen Baum eingeschlagen. Dabei wurden eine Frau verletzt sowie ein Wohnhaus und Autos beschädigt. Doch es hätte alles noch viel schlimmer kommen können.
Roman Hodel

Die Meldung bei der Feuerwehr Stadt Luzern ist am Mittwoch um 7.28 Uhr eingegangen. Nach einem Blitzeinschlag sei beim Felsberg-Schulhaus ein Baum auf ein Wohnhaus gefallen und Brandgeruch wahrnehmbar. Sofort wurde Grossalarm ausgelöst, wie die Feuerwehr am Mittwochnachmittag mitteilte. Vor Ort bot sich den Einsatzkräften ein Bild der Zerstörung: Der rund 40 Meter hohe Mammutbaum war durch die Wucht des Einschlags auf halber Höhe zersplittert worden. Ganze Äste und Teile des Stamms lagen verstreut im Umkreis von mehr als 100 Metern. Eine Frau, die in der Nähe des Mammutbaums mit Gartenarbeiten beschäftigt war, wurde von herumfliegenden Baumteilen getroffen und verletzt, wie die Luzerner Staatsanwaltschaft mitteilte. Sie musste mit dem Rettungsdienst ins Spital gebracht werden. Gebrannt hatte es nicht.

Rund 600 Blitzeinschläge in der Region Luzern

Am Mittwochmorgen kurz nach 6 Uhr erreichte eine Gewitterfront den Kanton Luzern. Das Unwetter beeindruckte dabei weder mit der Niederschlagsmenge (gegen 20 Millimeter), noch durch seine Spitzenböen (unter 30 Kilometer pro Stunde), wohl aber mit der Anzahl Blitzeinschläge: Bis um etwa acht Uhr schlug laut Meteo Schweiz in der erweiterten Agglomeration gegen 600 Blitze ein. Laut Wetterspezialisten ist dies zwar kein Extremwert, aber doch beachtlich. Im Verlauf des Gewitters ist die Temperatur um rund zwei Grad gesunken, von 21 auf 19 Grad. (zar)

«Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn der Blitz während des Schulbetriebs eingeschlagen hätte.»

Der Blitz schlug in diesen Baum ein (Bild: Roman Hodel)

Der Blitz schlug in diesen Baum ein (Bild: Roman Hodel)

Das denkmalgeschützte Wohnhaus an der Felsbergstrasse 20 wurde arg in Mitleidenschaft gezogen. Das Dach ist beschädigt und übersät von Baumteilen, das Vordach wurde zu grossen Teilen weggerissen. «Wir sassen gerade beim Frühstück, plötzlich gab es einen enormen Knall und dann regnete es draussen ganze Äste - es war beängstigend», sagt ein Bewohner des Hauses. «Wir hatten riesiges Glück, dass hier niemand verletzt wurde.» Die Kinder der beiden Familien, die im Haus wohnen, seien zum Zeitpunkt des Unglücks nicht daheim gewesen.

Stadtrat Martin Merki, der über den Zwischenfall informiert worden war, sagt: «Leider ist eine Person verletzt worden. Es hätte auch mehr treffen können. Das Ereignis geschah früh am Morgen in der Ferienzeit und es waren deshalb keine Schulkinder auf dem Pausenplatz.»

Bitter ist das Ereignis für die Stadt Luzern dennoch, ihr gehört das denkmalgeschützte Wohnhaus, die sogenannte Villa Felsberg. Das Gebäude war erst kürzlich totalsaniert und dieses Jahr neu vermietet worden. «Die Schäden am Dach sind erheblich – es muss wohl komplett erneuert werden», sagt Stefan Christen, Leiter Finanzliegenschaften-Management bei der Stadt. Auch an der Fassade seien Schäden zu beklagen. «Das Haus ist aber weiterhin bewohnbar.»

Der Blitz schlug in einen Baum beim Schulhaus Felsberg und verursachte grossen Schaden. (Bild: Feuerwehr Stadt Luzern)
Die Trümmer sind über den ganzen Schulhausplatz verteilt. (Bild: Roman Hodel)
In diesen Baum schlug der Blitz ein. (Bild: Roman Hodel)
Die Baumteile wurden in einem Umkreis von 100 Metern zerstreut. (Bild: Roman Hodel)
Die Polizei sperrte das Gelände ab. (Bild: Roman Hodel)
Eine Frau wurde von Holzsplitter getroffen und verletzt (Bild: Roman Hodel)
Eine Scheibe des Schulhaus Felsberg wurde zertrümmert. (Bild: Roman Hodel)
In Kriens schlug der Blitz in diesen Kran und verletzte eine Person (Bild: Leserreporter)
8 Bilder

Blitz schlägt in Luzern in Baum ein

Blitz legt Seetalbahn lahm

Ein Blitzeinschlag hat ferner am Morgen die Seetalbahnlinie unterbrochen. Der Blitz schlug im Raum Hitzkirch ein und führte zu einer Stellwerkstörung. Die Strecke Eschenbach-Lenzburg war von 7.15 Uhr bis 9.30 Uhr unterbrochen. Die SBB setzte Ersatzbusse ein. (sda)

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