BLOG-EINTRAG: Kuhn: «Mir ist es wie Eva Herman ergangen»

René Kuhn fühlt sich nach wie vor ungerecht behandelt. Momentan schreibt der Ex-Stadtluzerner SVP-Präsident an einem Buch über das «Verdrängen der Weiblichkeit».

Drucken
Teilen
René Kuhn. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

René Kuhn. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Seine Familie und er seien nach seinem Blog-Eintrag mit «Häme, Hohn und Spott überschüttet» – und dies ungerechtfertigterweise, schreibt Kuhn im Medienschelte-Teil seines neuesten Blog-Eintrag auf seiner nun rundumerneuerten Homepage. Denn: «Persönlich habe ich über 700 Mails bekommen, welche mir dafür danke sagten, dass einmal jemand etwas ausgesprochen habe, was sehr viele Leute in der Schweiz beschäftigt. Tausende von Einträgen in den Diskussionsforen auf dem Internet waren ebenfalls meiner Meinung», schreibt der 42-Jährige. Er geht noch weiter: «Die Einträge in den Diskussionsforen der Schweizer Medien waren zu 60% meiner Meinung, jedoch ging auch das bei den Medien völlig unter. Es wurden auch zahlreiche positive Einträge gelöscht, ansonsten hätte sich das Bild wohl zu dramatisch zu meinen Gunsten verändert.»

Vom Reiz der Ausländerinnen
Sein Fall erinnere ihn an Eva Herman, die bei der Publikation des Buchs «Das Eva-Prinzip» von den Medien zerrissen worden seien, dann aber einen Bestseller habe landen können. Wie bereits angekündigt, werde er seine Erfahrungen in Buchform verarbeiten. «In meinem Buch werde ich auf das Verdrängen der Weiblichkeit – der hohe Preis der Emanzipation und des Feminismus – eingehen. Warum findet eine Vermännlichung statt. Ich werde ansprechen, was Ausländerinnen haben, was Schweizerinnen nicht haben», so Kuhn, der mit einer gebürtigen Russin verheiratet ist. Auch werde er die «Hetzkampagne» gegen ihn darin aufarbeiten.

Mehr Stöckelschuhe und Nagellack
«Etwas Erstaunliches wurde auch noch festgestellt», beendet der ehemalige SVP-Präsident seinen Eintrag. «Es haben sich zahlreiche Frauen und Männer gemeldet, welche der Auffassung sind, seit meinem Eintrag habe sich die Situation gebessert. Vielen ist aufgefallen, dass die Attraktivität in den letzten Wochen zugenommen habe und es mehr Frauen in Stöckelschuhen gebe und die Fingernägel mehr lackiert seien als vorher.»

scd