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BLUE BALLS: Ärger wegen Getränkedepots

Wer am Blue Balls ein Getränk kauft, darf damit nicht überall hin. Das Festival will dies schon seit Jahren ändern, doch das KKL sperrt sich dagegen.
Ein Blick auf die unzähligen Food- und Getränkestände am Blue Balls Festival vor dem KKL Luzern. (Bild: nop)

Ein Blick auf die unzähligen Food- und Getränkestände am Blue Balls Festival vor dem KKL Luzern. (Bild: nop)

Raphael Gutzwiller

Es war ein langes Warten am Freitagabend im KKL. Superstar James Bay hatte bei seinem Konzert am Blue Balls Festival grosse Verspätung, bevor er die Luzerner mit seiner Musik berühren konnte (Ausgabe vom 19. Juli).

Sonderregel für KKL und Hotel

Als Festivalleiter Urs Leierer den Besuchern mitteilte, dass Bay verspätet käme, hatte eine Mitarbeiterin unserer Zeitung mit ihrem Freund soeben ein neues Getränk geholt. «Doch weil es sehr heiss war, wollten wir zum Warten nach draussen», sagt sie. Mit den Getränken in der Hand durften sie allerdings nicht an die frische Luft ein Sicherheitsangestellter stellte sich ihnen in den Weg. Grund: Auf dem Festivalgelände gibt es ein Getränkedepot­system, im KKL nicht. Das bedeutet, dass man Getränke, die man im KKL kauft, nicht draussen konsumieren darf und umgekehrt. Die gleiche Regelung gilt auch im «Schweizerhof». Dies, obwohl beide Lokalitäten Teil des Festivals sind.

Das Depotsystem beim Blue Balls Festival gibt es seit Jahren und funktioniert so: Beim Kauf eines Getränks kostet es 2 Franken mehr als der eigentliche Verkaufspreis. Dafür erhält der Kunde einen grünen Jeton. Mit diesem und dem leeren Becher erhält er daraufhin die 2 Franken wieder zurück. Damit will das Festival grosse Abfallberge verhindern. Im KKL und im Hotel Schweizerhof gilt diese Regel hingegen nicht. Warum wird das Depotsystem nicht flächendeckend eingeführt? «Wir wollen das schon seit Jahren, aber unsere Beverage Partner nicht», sagt Festivalleiter Urs Leierer auf Anfrage. Zu den Beverage Partner, zu Deutsch Getränkepartner, zählt unter anderem das KKL. Doch nun könnte sich eine Änderung anbahnen: «Wir haben bereits ein Meeting geplant, an dem wir das Problem für 2016 hoffentlich endlich lösen können», so Leierer.

Anders tönt dies von KKL-Mediensprecher Andreas Roth. «Für 2016 sind keine Änderungen geplant. Der Konzertgast soll sich ganz auf das Konzert konzentrieren können.» Er soll sich während des Konzerts nicht noch um Getränkedepots kümmern, so Roth.

«Eichhof passt nicht zu Blue Balls»

Fragen wirft auch der Bierausschank am Blue Balls Festival auf. Seit der Geburtsstunde des Blue Balls vor 16 Jahren ist Heineken offizieller Bierpartner. Weshalb wird kein einheimisches Bier ausgeschenkt? «Eichhof ist ein lokales Bier mit traditioneller Verankerung in der Innerschweizer Bevölkerung», sagt Heineken-Mediensprecher Urs Frei. Die Marke Heineken unterstütze dagegen nationale Sportevents und Musikfestivals wie das Montreux Jazz Festival oder Moon Stars in Locarno. «Das Blue Balls hat eine nationale, wenn nicht internationale Ausstrahlung», so Frei. Auch nach der Übernahme von Eichhof durch Heineken gab es da keine anderen Überlegungen.

Gleich sieht das Urs Leierer: «Die Marke Eichhof passt nicht zur Marke Blue Balls. Wir sind ein internationales Festival und sind stolz, dass Heineken als internationales Bier Hauptsponsor des Festivals ist.» Ausserdem habe Heineken beim Start des Musikfestivals an den Erfolg geglaubt und Eichhof nicht. «Ohne Heineken gäbe es kein Blue Balls Festival», so Leierer.

Raphael Gutzwiller

Ärgerlich: An den Getränkeständen vom Blue Balls gilt ein Depot-System. Im KKL Luzern hingegen nicht. (Bild: nop)

Ärgerlich: An den Getränkeständen vom Blue Balls gilt ein Depot-System. Im KKL Luzern hingegen nicht. (Bild: nop)

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