BLUTSPENDE: Wegen Grippe: Das Blut wird knapp

Grippewelle, Fasnacht und Ferienzeit sind schuld: Die Blutreserven in der Zentralschweiz sind so tief wie selten. Es drohen Engpässe.

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Zur Zeit gibt es zu wenig Blutkonserven in Luzern. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Zur Zeit gibt es zu wenig Blutkonserven in Luzern. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Andreas Maier, Chefarzt des Regionalen Blutspendedienstes Zentralschweiz, kontrolliert im gekühlten Lagerraum des Blutspendezentrums Luzern die Blutkonserven und ist besorgt: «Normalerweise haben wir hier immer einen Vorrat von zirka 600 Beuteln. Zurzeit sind es knapp 200.» Die Blutspenden kommen von den fünf verschiedenen Blutspendezentren in der Zentralschweiz und werden praktisch ausschliesslich in der Region wieder verwendet.
«Wir beliefern damit alle Spitäler in der Zentralschweiz. Ab und zu kann es auch zu einem Austausch mit anderen Regionen kommen», erklärt Maier. Im letzten Jahr gab es in der Zentralschweiz knapp 20 000 Blutspenden. Damit konnte die Eigenabdeckung sichergestellt werden. In diesem Jahr kam es laut Maier aber zu ernsthaften Engpässen: «Weil wir von einer bestimmten Blutgruppe nicht genügend Blutkonserven hatten, mussten wir im Februar zweimal 50 Spenden von anderen Regionen zukaufen.»

Schuld an den Engpässen sei die Grippewelle, erklärt Maier: «Die Grippeperiode im Winter war hartnäckig und hielt viele von einer Blutspende ab.»

Ernst Meier

Den ausführlichen Artikel lesen in der «Zentralschweiz am Sonntag» vom 15. März.