BODENBELASTUNGEN: Familiengärten werden weiter überprüft

Im Januar mussten im Areal Sedel-West im Friedental teilweise Nutzungsverbote ausgesprochen werden, weil erhöhte Bodenbelastungen festgestellt wurden. Jetzt werden weitere Areale untersucht.

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Alessandra Tripicchio im Januar in ihrem Schrebergarten im Sedel West, der nicht mehr bepflanzt werden darf. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Alessandra Tripicchio im Januar in ihrem Schrebergarten im Sedel West, der nicht mehr bepflanzt werden darf. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Der Kanton Luzern hat im Familiengartenareal Sedel-West Bodenuntersuchungen durchgeführt. Wie es in einer Mitteilung der Stadt Luzern heisst, musste aufgrund der festgestellten Schadstoffbelastungen im Januar auf drei Gartenparzellen die Nutzung verboten werden. Für die übrigen 25 Gartenparzellen wurden vorsorgliche Nutzungsempfehlungen – insbesondere einen Verzicht auf den Anbau von Nahrungspflanzen – ausgesprochen.

Mittlerweile liegen die Ergebnisse der Gefährdungsabschätzung für das Areal Sedel-West vor. Für 13 Parzellen gelten laut Mitteilung ab der Gartensaison 2009 verbindliche Einschränkungen für den Nahrungspflanzenanbau, für die übrigen Parzellen gelten weiterhin die bereits ausgesprochenen Empfehlungen. Der Aufenthalt für Kleinkinder sei generell eingeschränkt worden.

Friedental, Lido, St. Karli und andere werden untersucht
Vorerst müssen neun der in der Stadt Luzern und in Littau liegenden Areale eingehend auf Bodenbelastungen hin untersucht werden.

Ab Ende April werden zunächst die Untersuchungen in den betroffenen Arealen im Friedental in Angriff genommen. Die Lage, Ausdehnung und Zusammensetzung der Deponie und ihrer Abdeckung wird abgeklärt. Ab etwa Ende Mai werden laut Mitteilung in einer zweiten Phase weitere Bodenproben mit dem Handbohrstock entnommen.

Ab Anfang Juli werden die Areale Allmend-Blindenheim, Landschauterrasse, Lido, St. Karli und Rothenweidli untersucht. Die Auswertung der Ergebnisse erfolge laufend.

ana