Bodum-Villa
Hausbesetzung «Gundula»: Luzerner Journalistin siegt vor Bundesgericht

Die Journalistin Jana Avanzini betrat vor fünf Jahren die besetzte Obergrund-Villa, um eine Reportage zu schreiben. Nun wurde das Strafverfahren wegen Hausfriedensbruch gegen sie eingestellt.

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Aus dem Archiv: Aktivisten besetzten 2016 die alte Villa an der Obergrundstrasse 99 in Luzern.

Aus dem Archiv: Aktivisten besetzten 2016 die alte Villa an der Obergrundstrasse 99 in Luzern.

Bild: Pius Amrein

(lil) Vor fünf Jahren hat die damalige «Zentralplus»-Journalistin Jana Avanzini die besetzte Obergrund-Villa von Jørgen Bodum betreten, um eine Reportage zu schreiben. Der Multimillionär hat sie daraufhin wegen Hausfriedensbruchs angezeigt.

Nun hat das Bundesgericht entschieden, das Strafverfahren gegen Avanzini einzustellen, wie «Zentralplus» berichtet. Die Begründung: Avanzini sei keine Hausbesetzerin, da sie die besetzte Villa nicht mit der Absicht betreten habe, sich der «Gruppe Gundula» anzuschliessen oder bei der Besetzung mitzuhelfen. Avanzini habe sich nicht an der Straftat beteiligt, auf die sich die Strafanzeige Jørgen Bodums bezogen hat. Damit gebe es keine Grundlage für eine Verurteilung wegen Hausfriedensbruchs.

Zu klären sei gemäss «Zentralplus» noch, wer für die verursachten Gerichts- und Anwaltskosten aufkommen müsse. Das Luzerner Kantonsgericht wird die Kostenfrage in einem neuen Entscheid klären müssen.