BONUS FÜR LEHRER: Die Gemeinden sollen die 500 Franken zahlen

Der Luzerner Lehrerverein hat die Hoffnung auf Boni nicht aufgegeben. Er verschickt Musterbriefe.

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«Bonus-Apero» – ohne Volksschullehrer? (Karikatur Jals/Neue LZ)

«Bonus-Apero» – ohne Volksschullehrer? (Karikatur Jals/Neue LZ)

Die Kantonsangestellten erhalten dieses Jahr einen einmaligen Bonus von 500 Franken auf 100 Stellenprozente. Die Volksschullehrer indes gehen leer aus. So entschied es der Kantonsrat am Montag. Sehr zum Unmut von Pius Egli, dem Geschäftsführer des Luzerner Lehrer und Lehrerinnenverbandes. «Als es darum ging, Sparpakete und die Reform 06 mitzutragen, nahmen die Lehrer bei den Löhnen Nullrunden und weitere Abstriche hin. Nun ist Geld für Lohnzustüpfe da und die Lehrer kommen nicht zum Zug».

Ins gleiche Horn stiess am Montag bereits die Buchrainer SP-Vertreterin Trix Dettling im Kantonsrat: «Es ist immer das selbe: Gehts ums Sparen, sind die Volksschullehrer Kantonsangestellte. Ist der Kanton grosszügig, gelten sie als Gemeindeangestellte.»

Gemeinden sind Arbeitgeber
Nun macht sich der Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverband folgerichtig daran, über die Gemeinden einen Bonus für die rund 4500 Volksschulpädagogen zu erhalten. Denn der Kanton beteiligt sich zwar an den Lohnkosten und gibt die gesetzlichen Linien vor. Doch rechtlich sind die Gemeinden die Arbeitgeber.

Der Verband hat an alle Schulteams und Regionalorganisationen im Kanton Musterbriefe verschickt. Im Schreiben wird die Lage des Lehrpersonals auf Volksschulstufe geschildert. An den Gemeinderat geht die Aufforderung, aus der Gemeindekasse ebenfalls 500 Franken pro Vollstelle springen zu lassen.

Rainer Rickenbach

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.