Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Borkenkäferplage alarmiert auch bürgerliche Politiker im Kanton Luzern

Das warme und trockene Wetter hat in den Luzerner Wäldern zu einem massiven Befall durch Borkenkäfer geführt. Bürgerliche Politiker fordern nun Massnahmen und Geld, die Ratslinke spricht von Scheinheiligkeit.
Alexander von Däniken
Bruno Röösli, Abteilungsleiter Wald beim Kanton Luzern, vor einer Fichte mit Borkenkäferbefall. (Bild: Nadia Schärli, Rain, 22. März 2019)

Bruno Röösli, Abteilungsleiter Wald beim Kanton Luzern, vor einer Fichte mit Borkenkäferbefall. (Bild: Nadia Schärli, Rain, 22. März 2019)

Das Klima war im 120-köpfigen Luzerner Kantonsrat am Montag, dem ersten der zwei Sessionstage, das dominante Thema. Auch am Dienstag befassten sich die Parlamentarier mit den Auswirkungen der warmen und trockenen Witterung. CVP-Kantonsrat Raphael Kottmann (Oberkirch) reichte zwar «nur» eine Anfrage ein, sie wurde aber für dringlich erklärt. Kottmann wollte vom Regierungsrat wissen, wie dieser die aktuellen Waldschäden bewältigt und überwacht. Vorderhand ging es um den Befall der Bäume durch Borkenkäfer.

Vor allem die Antworten auf finanzielle Fragen haben Kottmann nicht befriedigt. Es fehle die Risikobeurteilung aufgrund der aktuellen Klimaverhältnisse. Dem schloss sich Ruedi Amrein (FDP, Malters) an: «Ich will keine Erholungswälder, die aus dürren und dünnen Bäumen bestehen.» Allenfalls müsse der Kanton mittels Nachtragskredit mehr Geld sprechen.

Grüne: Vom Sparen zur hohlen Hand?

Die Ratslinken hätten zwar nichts dagegen, wenn der Kanton mehr Geld spreche. Aber Grüne-Fraktionschefin Monique Frey (Emmen) und ihr Fraktionskollege Andreas Hofer (Sursee) warfen den Bürgerlichen Scheinheiligkeit vor: Bislang hätten sie auch bei der Waldwirtschaft den Sparhebel angesetzt, aber jetzt, da die Lage akut sei, werde plötzlich die hohle Hand gemacht.

Regierungsrat und Umweltdirektor Robert Küng (FDP) erklärte, dass genügend Geld für Massnahmen vorhanden sei. Für das Jahr 2019 stehen zugunsten des Schutzwaldes 1,2 Millionen Franken von Bund und Kanton zur Verfügung; die Beträge für die Jahre 2020 bis 2024 werden noch dieses Jahr mit dem Bund ausgehandelt.

Einig waren sich die Parteien, was die Wichtigkeit des Waldes betrifft; für den Schutz und zur Erholung. Entsprechend müsse noch mehr ein Fokus auf stabilere Mischwälder gesetzt werden. Oder wie es Josef Dissler (CVP, Wolhusen) sagte: «Wir haben zum Teil die falschen Wälder und geben alles dafür, dass sie vielfältiger werden.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.