Botox spritzen in der Mittagspause

Falten weg ohne Voranmeldung – im Luzerner Bahnhof ist dies ab Juli möglich. Dann eröffnet die erste Botox-Walk-in-Praxis in der Zentralschweiz.

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Vladimir Camenzind verspricht, Falten in 30 Minuten wegzuspritzen. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Vladimir Camenzind verspricht, Falten in 30 Minuten wegzuspritzen. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Im Luzerner Bahnhof eröffnet Anfang Juli die erste Botox-Walk-in-Praxis der Zentralschweiz. Der Luzerner Arzt Vladimir Camenzind will hier schnelle Behandlungen zu «fairen Preisen» anbieten. Eine Voranmeldung ist nicht nötig – Kurzentschlossene können sich künftig in der Mittagspause oder beim Umsteigen die Falten wegspritzen lassen. Kostenpunkt für das ganze Gesicht: 450 bis 550 Franken.

Beim Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic zeigt man sich kritisch: «Die Behandlung in Botox-Walk-in-Praxen, wo Personen im Schnellverfahren behandelt werden, lehnen wir ganz klar ab», sagt Mediensprecher Joachim Gross. «Denn Botox ist eines der gefährlichsten Nervengifte überhaupt und kann zu schwerwiegenden Erkrankungen führen.»

Camenzind kennt die Vorbehalte. «Es kann zu Problemen kommen, wenn unqualifizierte Leute solche Behandlungen ausführen. Denn die Dosierung und die Platzierung müssen sehr genau stimmen.» Bei einem erfahrenen Arzt komme es aber kaum und schon gar nicht langfristig zu Nebenwirkungen. Selber habe er die entsprechenden Zusatzausbildungen gemacht und in seiner praktischen Arbeit Erfahrung auf dem Gebiet gesammelt.

Barbara Inglin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.