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Brahim Aakti

Emmer Gemeinderatskandidat der SP
Beatrice Vogel
Gemeinderatskandidat Brahim Aakti an einem, ihm wichtigen Platz. Themenspielplatz Emmen.Fotografiert am 10. September 2018 in Luzern.Nadia Schärli Luzernerzeitung

Gemeinderatskandidat Brahim Aakti an einem, ihm wichtigen Platz. Themenspielplatz Emmen.
Fotografiert am 10. September 2018 in Luzern.
Nadia Schärli Luzernerzeitung

Persönlich

Mit 36 Jahren ist Brahim Aakti der Jüngste unter den Gemeinderatskandidaten. Ein Nachteil ist das allerdings nicht: Er hat dadurch einen Draht zu den jungen Menschen in der Gemeinde. Als Familienvater und Sportler – er ist Präsident des Leichtathletik- Clubs Emmenstrand – deckt er auch dieses Spektrum der Gesellschaft ab. Mit seiner marokkanischen Herkunft repräsentiert er zudem die in Emmen grosse Bevölkerungsgruppe der Migranten. Er selbst betont diesen Aspekt seiner Person aber selten, auch von der Mentalität her wirkt Aakti recht schweizerisch.

Brahim Aakti hat eine ruhige, unaufdringliche Art. Von vielen wird er als guter Zuhörer gerühmt, auch politische Gegner attestieren ihm Sozialkompetenz.

Beruflich

Dass er einiges auf dem Kasten hat, zeigt Brahim Aaktis beruflicher Weg. Als 11-Jähriger frisch in der Schweiz, musste er erst einmal Deutsch lernen – was ihm offenbar leicht fiel. Die Lehre als Konstrukteur bei Schindler in Ebikon mit Berufsmatura ermöglichte ihm ein Studium, zuerst an der Hochschule Technik + Architektur, danach an der ETH. Heute ist Aakti Maschineningenieur bei Andritz Hydro in Kriens. Dort arbeitet er im Team und bearbeitet auch komplexe Aufgaben «zielgerichtet, strukturiert und analytisch», wie er selbst sagt.

Politisch

Nach fünf Jahren im Krienser und zwei Jahren im Emmer Einwohnerrat besitzt Brahim Aakti bereits einen relativ umfangreichen politischen Rucksack. Seit seinen Anfängen bei der Juso blieb er den Linken treu – wobei er von sich selbst sagt, er sei zwar auch grün, aber noch mehr links. Durch Vorstösse brillierte Aakti in Emmen zwar noch nicht, wohl aber durch pointierte Voten während der Einwohnerratssitzungen. Als freier Redner kann er allerdings noch etwas zulegen: Bei Podien spricht er zwar inhaltlich prägnant, wirkt aber auch manchmal zurückhaltend.

Was seine Schwerpunkte angeht, ist Aakti ein klassischer Sozialdemokrat: Chancengleichheit, gute Bildung, Solidarität mit den Schwachen der Gesellschaft, gute Betreuung von Sozialhilfebezügern, vielseitige Vereins- und Kulturszene, Nachhaltigkeit. Aber auch Wirtschaftsförderung gibt er als politisches Anliegen an.

Fazit

Ein guter Zuhörer, sozialkompetent, strukturiert und zielgerichtet: Einen solchen Chef wünscht sich wohl jeder Verwaltungsangestellte. Allerdings bleiben Zweifel, ob sich Brahim Aakti als Direktionsvorsteher auch durchsetzen kann. Sich in komplexe Themen einzuarbeiten, wird ihm jedoch nicht schwer fallen. Wobei er sich noch ein wenig vom Analytiker zum Macher entwickeln sollte.

Man kauft Aakti ab, dass er Sachpolitik über Parteipolitik stellt und als Gemeinderat konsensorientiert arbeiten will. Als Linker würde er die ansonsten bürgerliche Exekutive gut ergänzen. Doch besteht die Gefahr, dass er neben den bisherigen Alphatieren etwas untergeht. Den Biss, den es dafür wohl braucht, hat er – zumindest öffentlich – noch nicht gezeigt.

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