BRAND: Brände bedrohen Geschäfte in ihrer Existenz

In Luzern mussten 2013 wegen Feuer mehrere Geschäfte vorübergehend schliessen. Die Inhaber hatten nebst dem Schaden eine ungewisse Zukunft.

Roger Rüegger
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Das Velogeschäfft brennt vollständig aus. (Bild: Luzerner Polizei)

Das Velogeschäfft brennt vollständig aus. (Bild: Luzerner Polizei)

Im letzten Jahr rückte die Feuerwehr der Stadt Luzern an viele Grossbrände aus. Auch Boutiquen, Sportgeschäfte oder Restaurants wurden durch Feuer beschädigt. Einige mussten für längere Zeit schliessen, andere konnten den Betrieb bald wieder aufnehmen.

Besonders arg war Massimo Campisi, Inhaber der Boutique Maximo an der Alpenstrasse, betroffen. Er hatte sein Geschäft mit Damenschuhen und Mode-Accessoires aus Italien erst im Mai vom Bundesplatz dorthin verlegt. Am zweiten Eröffnungstag, es war der 11. Mai 2013, brach Feuer aus. Der Brand richtete im Laden enormen Materialschaden an. «Das war ein Schock. Vor allem, weil ich die Versicherung noch nicht den neuen Begebenheiten angepasst hatte. So war nicht der vollumfängliche Schaden versichert», sagt Campisi.

Monatelang ohne Einnahmen

Sein Geschäft blieb fünf Monate geschlossen. In der Zeit musste der Familienvater ohne Einkommen auskommen. Die Versicherung bezahlte aber immerhin rasch eine Summe, mit der er neue Ware kaufen konnte, sodass er seine Boutique zumindest mit einem kleineren Sortiment ausstatten konnte. Die Familie kam bis zur Neueröffnung dank dem Lohn von Campisis berufstätiger Frau durch.

Bikes und Sportartikel verbrannt

Glück hatte Interbike-Geschäftsführer Roland Leiser. Das Sportgeschäft an der Bireggstrasse wurde am 22. November 2013 bei einem Brand stark beschädigt. Leisers Geschäft ist gut versichert. Vor zwei Jahren passte er die Policen dem Inventar- und Warenwert an. Zum Glück – denn Leiser war damals unterversichert. «Wenn ich unterversichert gewesen wäre, hätte ich das teuer bezahlt. Möglicherweise wäre meine Existenz gefährdet gewesen.»