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Brand im Obergrundquartier: 130 Feuerwehrleute waren im Einsatz ++ Löscharbeiten dauern an

Das Hausdach an der Berglistrasse 21b brennt noch immer. 130 Feuerwehrleute aus Luzern und Kriens standen im Einsatz. Die Hitze macht ihnen zu schaffen - zwei Feuerwehrleute mussten wegen Erschöpfung ins Spital gebracht werden.

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(Bild: Feuerwehr Luzern)
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Die Berglistrasse 21b steht in Brand (oben links). (Quelle: Google Maps)
Seit ca. 30 Minuten fahren Feuerwehrautos laufend zur Brandstelle. Es brennt immer stärker, berichtet die Leserin Rosa Appelt. (Leserbild: Rosa Appelt)
(Quelle: Kanton Luzern, Grundbuchplan/Geoportal)
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(Bild: Feuerwehr Luzern)

(lil/chi) Der stellvertretende Feuerwehrkommandant Markus Portmann bestätigte, dass es sich beim brennenden Haus um die Berglistrasse 21b handelt. An diesem Wohnhaus seien Flachdachsanierungen im Gange gewesen, wo Bauarbeiter bei der Arbeit gewesen seien.

Die Feuermeldung ging um kurz nach elf bei der Feuerwehr ein. Die Brandursache sei noch unklar. Die gesamte Feuerwehr der Stadt Luzern stand im Einsatz. Zusätzlich wurde die Krienser Feuerwehr aufgeboten, weil die Luzerner Feuerwehr wegen der Sommerferien nicht vollzählig aufgeboten werden konnte. Insgesamt zählte Portmann 130 Feuerwehrleute im Löschdienst.

Brandwache während der Nacht

Weiter erklärte Portmann, dass 13 Bewohner und Bauarbeiter evakuiert werden konnten, Verletzte gab es keine. Gasflaschen, welche auf der Baustelle gestanden hätten, konnten ebenfalls in Sicherheit gebracht werden. Die Feuerwehr betreute die evakuierten Personen im nahegelegenen Heim im Bergli. Die Bewohner in den umliegenden Wohngebäuden wurden aufgefordert, die Fenster zu schliessen. Doch der Brand zeigt sich hartnäckig: Es steigt auch Stunden nach Eingang der Meldung noch immer eine dicke Rauchsäule zum Himmel. Die Löscharbeiten sind noch nicht abgeschlossen, da der Zugang zum Feuer nicht überall möglich ist. Deshalb wird die ganze Nacht eine Brandwache vor Ort bleiben.

Dass sich der Brand in einem Flachdach ereignet hatte, erschwerte gemäss Portmann die Löschung des Feuers: Das Dach konnte nicht wie beim üblichen Lösch-Vorgehen geöffnet werden. Daher mussten die Feuerwehrleute das Feuer von innen her bekämpfen. Bei Spitzdächern könne dies von oben her erfolgen.

Zudem besteht das Dach des betroffenen Gebäudes aus Kupfer und Chromstahl. Diese Zusammensetzung verhindert, dass das Feuer nach oben ausbrechen kann - als Folge breitete sich der Brand im Inneren aus. Deshalb habe man entschieden, eine Löschlanze einzusetzen, erklärte Portmann. Mit dieser sei es möglich, in den Räumen Sprühnebel zu verteilen, ohne sich direkt ins Gefahrengebiet begeben zu müssen.

Das Löschverfahren gestaltete sich auch aufgrund der äusseren Umstände  schwierig: Da das Haus nicht direkt an der Strasse liegt, ist die Zufahrt für die Feuerwehr erschwert. Darüber hinaus hatten die Feuerwehrleute mit der Hitze zu kämpfen. Sie machte den Einsatz noch härter, als er ohnehin schon war. Es mussten denn auch bis zum frühen Abend sechs Personen mit Sauerstoff versorgt werden. Zudem wurden zwei Feuerwehrleute wegen Erschöpfung ins Spital gebracht.