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Nachgefragt: Braucht es überhaupt breitere Boote?

Ivo Herzog Geschäftsführer Herzog Marinecenter AG, Alpnachstad. | Bild: PD

Ivo Herzog Geschäftsführer Herzog Marinecenter AG, Alpnachstad. | Bild: PD

Für grosse Boote hat es in Luzerner Häfen wenig Platz (siehe Haupttext). Trotzdem verkehren gerade auf dem Vierwaldstättersee immer mehr ebensolcher Boote. Wie das zusammengeht, erklärt Ivo Herzog, Obwaldner SVP-Kantonsrat und Geschäftsführer der Herzog Marinecenter AG mit Hauptsitz in Alpnachstad.

Ivo Herzog, wo ankern all die immer grösseren und breiteren Boote?

In den bestehenden Plätzen. Verschiedene Häfen rund um den Vierwaldstättersee haben ihr Platzangebot angepasst – oder werden dies noch tun. So sind etwa unsere rund 400 Liegeplätze an den Standorten Alpnachstad, Gersau und Luzern für besonders gefragte, breitere Boote ausgelegt. Denn als Unternehmen, das auch im Bootshandel und -verkauf tätig ist, haben wir diesen Trend frühzeitig erkannt und unsere Hafenanlangen laufend nach den gegenwärtigen Bedürfnissen erneuert.

Ist diese Anpassung nur in privaten Häfen passiert?

Nein, auch Häfen der öffentlichen Hand haben breitere Bootsplätze geschaffen, etwa in Hergiswil. Gleiches hat man auch in Küssnacht vor. Weniger im Kanton Luzern, wo Ausbaupläne kaum realisierbar sind, aufgrund des enormen Drucks von Politik und Umweltverbänden. Zudem gleichen viele öffentliche Hafen eher Bootsfriedhöfen, weil Boote zwar kaum gebraucht werden, ihre Besitzer den Platz aber gleichwohl nicht aufgeben wollen. Das erschwert eine Umeinteilung in breitere Plätze zusätzlich.

Dabei hat der Kanton Luzern mit 2410 von möglichen 3287 Bootszulassungen für den Vierwaldstättersee sein Kontingent nicht ausgereizt.

Diese Situation ist bekannt und insofern unbefriedigend, als dass Kantone wie Ob-, Nidwalden und Schwyz ihre Kontingente fast ausgeschöpft haben. Vielleicht ist es an der Zeit, diesen Konsens neu auszuhandeln. Gerade auch weil andere Kantone den Um- und Ausbau von Hafenanlagen pragmatischer handhaben als Luzern.

Mal ehrlich, braucht es überhaupt breitere Boote?

Darüber kann man sich streiten. Fakt ist: In der meistgefragten Längenklasse von 5 bis 8,5 Meter waren die Freizeitboote früher rund 2 bis 2,30 Meter breit. Heute liegt die internationale Standardbreite in diesem Segment bei 2,59 Meter, was breitere Bootsplätze erfordert.

(zar)

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