BRAUCHTUM: In Eschenbach werden Schmutzlis abgeschafft

«Fitze» mit der Rute und «Brämis» an die Wange – das hat in Eschenbach nicht jeder gleich gern. Deshalb verzichtet das Samichlaus-OK heuer auf Schmutzlis als Samichlaus-Begleiter.

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Ein Schmutzli zückt seine Rute. (Archivbild Remo Inderbitzin)

Ein Schmutzli zückt seine Rute. (Archivbild Remo Inderbitzin)

Auszeit für Knecht Ruprecht: Weil sich im letzten Jahr viermal Eltern bei der Polizei beschwert hatten, dass ihre Kinder von den Eschenbacher Schmutzlis mit der Rute zu hart angepackt worden seien, hat dies nun Konsequenzen. Auf die «gfürchigen» Gesellen – in der Luzerner Gemeinde tragen diese Hörner und haben rote Augen – wird vorerst verzichtet, wie Roman Häfliger, OK-Chef beim Jugendverein 6274, der den Samichlaus-Anlass ehrenamtlich durchführt, gegenüber «Radio Pilatus» ausführt.

Es sei wohl schon einmal zu einem «Zwick» gekommen, jedoch nie zu etwas Drastischem, betont Häfliger. Zudem seien auch die betroffenen Kinder keine Engel, stellt er klar: «Diese haben die Schmutzlis teilweise mit Steinen und Mehl beworfen und mit Airguns beschossen.» Die schwarzen Mannen würden dieses Jahr nur noch beim Samichlausauszug kurz erscheinen – und danach in den «Wald» verschwinden.

scd