BRAUEREIEN: Heineken hat Eichhof schon fast in der Tasche

Den Verkauf der Luzerner Brauerei Eichhof kann jetzt höchstens noch die Wettbewerbskommission aufhalten. Auch die 15'000 gesammelten Unterschriften des Vereins Bieridee dürften daran nichts ändern.

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(Symbolbild Keystone)

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Die Aktionäre der Eichhof Holding AG der niederländischen Grossbrauerei haben mehr als zwei Drittel aller Aktien der neu zu gründenden Eichhof Getränke Holding AG angedient. Damit ist das öffentliche Kaufangebot der Heineken Switzerland AG für die Getränkedivision von Eichhof zustande gekommen. Dies teilte Heineken am Mittwoch mit.

Heineken mit 80% der Aktien
Gemäss provisorischem Zwischenergebnis wurden Heineken bis zum Ablauf der Angebotsfrist am 17. Juni 2008, insgesamt 135'616 Namenaktien angedient. Dies entspricht 80.70 Prozent aller Aktien.

Heineken publizierte am 7. Mai 2008 das öffentliche Kaufangebot für sämtliche Aktien der durch Abspaltung von der Eichhof Holding AG neu zu gründenden Eichhof Getränke Holding AG. Dieses ist an die Bedingung geknüpft, dass mindestens zwei Drittel aller Aktien der Eichhof Getränke Holding AG angedient werden. Das Zwischenergebnis zeigt, dass dies erfüllt ist.

15'000 Unterschriften gesammelt
Der Verein Bieridee hat inzwischen über 15'000 Unterschriften für eine Protestnote gesammelt, die fordert, dass die Brauerei Eichhof nicht an Heineken verkauft wird. Die Personen haben mit ihrer Unterschrift im Internet zum Ausdruck gebracht, dass die Aktionäre den Verkauf klar ablehnen sollen.

Vor der ausserordentlichen Aktionärsversammlung am nächsten Montag will der Verein die Protestnote übergeben. Marcel Sonderegger aus Nottwil, Gründungsmitglied des Vereins, alt CVP-Grossrat und Psychologe, will jedoch nicht mehr so richtig an den Erfolg dieser Aktion glauben.

Inge Staub/Martin Messmer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag im Wirtschaftsteil der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.