«BRENNPUNKT»: 1981 ins Leben gerufen – jetzt ist Schluss

Drei Luzerner Tageszeitungen hat der «Brennpunkt», die Informationszeit­ung der Stadt Luzern, überdauert und verschiedene politische Vorstösse überlebt. Jetzt fängt eine neue Ära an.

Drucken
Teilen
Der «Brennpunkt» war nicht unumstritten. (Karikatur vom April 2004, Jals/Neue LZ)

Der «Brennpunkt» war nicht unumstritten. (Karikatur vom April 2004, Jals/Neue LZ)

Ziel des fünfmal jährlich erscheinenden Bulletins sei es gewesen, «der Bevölkerung die Politik ihrer Vertreterinnen und Vertreter näher zu bringen und Zusammenhänge verständlich aufzuzeigen», wie Redaktorin Dagmar Christen im Editorial der aktuellen April-Ausgabe schreibt.

Der «Brennpunkt», der in alle Stadtluzerner Haushalte geliefert wird, war nicht unumstritten. Sein Erscheinen führte regelmässig zu Diskussionen: Zum einen wurden Propagandavorwürfe laut, zum andern wurde die Frage aufgeworfen, ob sich Luzern eine Zeitung für ihre Einwohner leisten kann und soll.

Politik leserfreundlich übersetzen
Dieser Meinung ist die Stadt – nun zusammen mit dem Gemeinderat von Littau – nach wie vor, wie es weiter heisst. Man wolle mit «Luzern – das Stadtmagazin», wie die Neuversion der Zeitung, die zum ersten Mal im Juni nach den Wahlen erscheint, auch im unmittelbaren Vorfeld zur und nach der Fusion zu einem «konstruktiven, möglichst breiten Dialog über die Gestaltung unserer Gemeinwesens beitragen». Es gehe weiterhin um eine leserfreundliche Übersetzung der Politik, womit man den Stimmberechtigten Grundlagen zur Meinungsbildung zur Verfügung stellen wolle.

Die Informationszeitung war am 10. Juli 1981 zum ersten Mal unter dem Titel «Im Brennpunkt Luzern» erschienen. Der Umfang von vier Seiten war im Laufe der Jahre verdoppelt worden.

scd