BRENNPUNKTE: Das macht den Bundesplatz so gefährlich

Der Bundesplatz ist einer der grössten Unfall-Hotspots der Stadt. Verkehrsexperten sagen, warum das so ist; und wie Lösungen aussehen.

Lena Berger
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Blick auf den Bundesplatz. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Blick auf den Bundesplatz. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Der tödliche Unfall an der Moosstrasse Ende April ist nur einer von vielen, die sich in den letzten Jahren im Bereich des Luzerner Bundesplatzes ereignet haben. Seit 2005 kam es in diesem Bereich zu 16 Unfällen mit Fussgängern – drei endeten in den letzten drei Jahren tödlich. Simon Steffen, Projektleiter Verkehrssicherheit bei der Stadt Luzern und Verkehrsingenieur Andreas Kaufmann, Geschäftsleiter des Luzerner Verkehrsplanungsbüros AKP AG, machen die Brennpunkte aus. Hier eine Auswahl:

1. Der Bundesplatzkreisel ist eigentlich zweispurig, aber nicht durchgehend markiert. Die Fahrbahn ist an einer Stelle deutlich weniger breit. Dies birg laut Experten Konfliktpotenzial, zum Beispiel, wenn Velofahrer abgedrängt werden.

2. Die zweispurige Kreiselausfahrt in die Bundesstrasse, wird heute nicht mehr empfohlen, weil dies zu Konflikten zwischen zwei gleichzeitig ausfahrenden Fahrzeugen führen kann.

3. Der Fussgängerstreifen bei der Kreiselausfahrt Hirschmattstrasse ist zu nahe am Kreisel gebaut.

4. Der Fussgängerstreifen an der Moosstrasse hat gemäss Experten keine grossen Mängel. Allenfalls könnte die Bepflanzung des Helvetiagärtlis die Übersicht behindern.

Die ganze Grafik zum Bundesplatz finden Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung und im E-Paper.