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Broadway-Sound im KKL stösst auf Anklang

Das Stadtorchester Luzern bringt zusammen mit dem Ad Hoc-Chor Hochdorf und den Vocal Friends Sins vielfältige Melodien aus Musicals auf die KKL-Bühne.
Gerda Neunhoeffer

Ein Publikum, das so lange applaudiert, bis das Orchester komplett auf der Bühne ist und alle Sängerinnen und Sänger ihren Platz auf der Orgelempore gefunden haben sowie ein Dirigent, der zunächst mit weissem Sakko und roter Fliege beeindruckt, nach der Pause gar in einer schillernden Glitzerjacke auftritt und dafür auch Extrabeifall bekommt. Beides gab es gestern Vormittag im KKL zu sehen.

Dass der grosse Konzertsaal restlos ausverkauft war, schien dem Stadtorchester Luzern und den Chören Flügel zu verleihen, so schwungvoll und begeistert spielten und sangen sie die hervorragend arrangierten Broadway-Medleys. Highlights aus bekannten Musicals wurden von Dirigent Dan Covaci-Babst mit leichter Hand und klaren Tempi sicher und spannend gestaltet. Das bestens vorbereitete Orchester musizierte flexibel, und die von Renato Belleri einstudierten Chöre überzeugten mit Textsicherheit, reiner Intonation und sichtbarer Begeisterung.

Männerstimmen waren in Unterzahl

Schön, wie sehr sich auch alle zu klanglicher Einheit zusammenfanden, musste doch jeder Einzelne für sich fleissig üben, bis so ein glanzvolles Konzert entstehen kann. Die Broadway-Stories haben sie mit Bravour gemeistert. Dass im Vergleich zu den vielen Sopran– und Altstimmen die Männer in absoluter Unterzahl waren, war nur sichtbar. Denn hören konnte man sie gut, aus der Mitte der Frauenstimmen heraus brachten sie kernigen Klang und gut verständliche Stimmführung. Anrührend gelang «Memories» aus «Cats» von Andrew Lloyd Webber, und in seinem «Phantom of the Opera» entfaltete das Orchester grossen sinfonischen Klang. Der Chor, der sich aus dem Ad Hoc-Chor Hochdorf und den Vocal Friends Sins zusammensetzte, forderte leise auf «Listen to the Music». In «Richard Rogers in Concert» zeigten die Sänger exakte, schnelle Punktierungen ebenso wie klangvoll ausgehaltene Akkorde. Da viele fast alles auswendig sangen, war der Kontakt zum Dirigenten intensiv, und die Übergänge funktionierten reibungslos. Das Orchester reizte in «My fair Lady» die Charakteristiken voll aus (herrlich «With a Little Bit of Luck»), und in «Chicago» leuchtete jazziger Swing neben Wiener Charme auf.

Die Streicher spielten weich in den ruhigen Passagen und präzise in schnellen Begleitfiguren; ein Kontrabassist wechselte schon mal zum Keyboard, um Harfenklänge beizusteuern, die Bläser überzeugten in Soli und Tutti. Beatrice Covaci-Babst unterstütze nicht nur als Konzertmeisterin hervorragend, sie sorgte auch für das richtige Notenmaterial am Dirigentenpult. Der Schlagzeuger und die Percussionisten zelebrierten in Gershwins «Porgy and Bess» und in der «West Side Story» von Leonard Bernstein ihre virtuosen Soli, und waren der Rhythmus-Garant für alle Medleys. Am Ende fand sich das Orchester im lateinamerikanischen Sound von Mambo («West Side Story») zusammen, und der Chor rief dazu «Mambo» exakt und kraftvoll in den Saal. Begeisterter Applaus war programmiert.

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