Brückenangebot soll nicht mehr gratis sein

Jugendliche, die keine Lehrstelle haben und deshalb ein kantonales Brückenangebot besuchen, sollen künftig ein Schulgeld bezahlen. Der Regierungsrat heisst eine entsprechende Forderung von Romy Odoni (FDP) gut.

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Jugendliche bei der Suche nach Lehrstellen. Themenbild. (Bild: Boris Bügrisser/Neue LZ)

Jugendliche bei der Suche nach Lehrstellen. Themenbild. (Bild: Boris Bügrisser/Neue LZ)

Vorgesehen sei ab dem Schuljahr 2012/2013 ein jährliches Schuldgeld von 465 Franken, schreibt die Kantonsregierung in ihrer am Montag veröffentlichten Antwort auf die Motion Odonis. Dies sei der gleiche Beitrag, den auch Absolventen des Gymnasiums oder der Wirtschaftsmittelschule bezahlen müssten.

Das Brückenangebot richtet sich an Jugendliche, die keine Lehrstelle finden. Es hat das Ziel, die jungen Menschen zu fördern, so dass sie eine Lehrstelle erhalten. Rund 18 Prozent eines Schuljahrganges werden einem Brückenangebot zugewiesen. Vier von fünf Absolventen fänden eine Anschlusslösung, die zu einem Berufsabschluss führe, schreibt der Regierungsrat.

Begründet wird die Forderung nach einem Schulgeld damit, dass das Brückenangebot nicht zur obligatorischen Schulbildung gehöre. Zudem könne die Eigenverantwortung der Jugendlichen und der Eltern gestärkt werden, wenn ein Schulgeld bezahlt werden müsse. Der Regierungsrat rechnet mit Mehreinnahmen von 200'000 Franken.

sda

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.