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BRÜELMOOS: Quartierverein Seeburg: «Noch mehr Carparkplätze sind unerwünscht»

Weniger Carparkplätze beim Inseli – dafür mehr im Würzenbach-Quartier. Diese Pläne der Stadt Luzern stossen der Quartierbevölkerung sauer auf. Jetzt gehen sie in Opposition.
Der Parkplatz Brüelmoos befindet sich neben dem Tennisclub Lido. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 18. März 2017))

Der Parkplatz Brüelmoos befindet sich neben dem Tennisclub Lido. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 18. März 2017))

Die Absicht der Stadt Luzern, im Brüelmoos die Anzahl der Carparkplätze von 12 auf 32 zu erhöhen stösst im Quartier auf Widerstand. Bewohner fürchten um ihr Naherholungsgebiet und stören sich bereits jetzt an den lauten Cars (Ausgabe vom 20. März).

An der eigens dazu einberufenen Orientierungsversammlung auf dem Parkplatz Brüelmoos konnte selbst der städtische Verkehrsexperte Roland Koch die Gemüter nicht restlos besänftigen. Das Treffen fand am letzten Donnerstag statt, anwesend waren an die 70 Personen. Es waren Anwohner, Vertreter des angrenzenden Tennis- und Jachtclubs und Vertreter des Quartiervereins sowie der Stadt anwesend.

«Stadt nimmt unsere Anliegen nicht ernst»

Besonders ärgerlich sei, dass die Anwohner quasi vor «vollendete Tatsachen» gestellt worden seien. Dies ist aus den Rückmeldungen an unsere Zeitung zu entnehmen. Vor allem die Anzahl der geplanten Carparkplätze habe sie geradezu «überrumpelt», so Josef Galetti, Präsident des Quartiervereins Seeburg, Würzenbach, Büttenen. Galetti sei klar, dass der Druck der Tourismusbranche enorm hoch sei. Nichtsdestotrotz meint er: «Wir haben unseren Teil übernommen und wollen keine zusätzlichen Carparkplätze.»

Galetti versteht auch nicht, warum jetzt «so forciert» nach einer Lösung gesucht werde: «Der politische Entscheid über das Inseli ist ja noch gar nicht gefallen.» Die Abstimmung über die Juso-Initiative «Lebendiges Inseli statt Blechlawine» findet am 24. September statt. Einer der Anwesenden war auch Quartierbewohner Roland Grüter. Für ihn sei die Veranstaltung «unbefriedigend» gewesen: «Auf unsere Fragen gab es schlicht keine konkreten Antworten. Wir vom Quartier fühlen uns brüskiert, und wir sind wütend.» In einem Schreiben an den Stadtrat und mit einer privaten Unterschriftensammlung wollen die Bewohner ihren Anliegen nun zu mehr Gehör verhelfen. Zum gleichen Thema hat nun ausserdem die FDP eine Dringliche Interpellation eingereicht (siehe Kasten).

«Hausordnung» für den Carparkplatz

Der städtische Verkehrsexperte Roland Koch sagt zur Infoveranstaltung: «Die Anwohner haben, was absolut verständlich ist, ihre Voten zum Teil emotional, aber insgesamt doch sachlich und keinesfalls verletzend vorgebracht.» Den Vorwurf, die Stadt nehme sie nicht ernst, weist er zurück: «Wir werden bei der Erarbeitung des Projektes so gut wie möglich auf die Bedürfnisse der Bevölkerung Rücksicht nehmen.» So würden Massnahmen geprüft, die den Lärm und Gestank durch das Laufenlassen der Motoren zum Heizen oder Kühlen eindämmen. «Wir stellen uns dabei eine Art Hausordnung für den Parkplatz vor.» Zudem würden die Carparkplätze so angeordnet, dass sie möglichst weit von den nächstgelegenen Wohnbauten liegen, so Koch weiter.

Ein Einwand betraf auch die Zahl der Parkplätze. Koch: «Die 20 zusätzlichen Plätze stammen aus einer Machbarkeitsüberlegung. Die genaue Zahl fürs Brüel­moos steht noch nicht fest.» Koch stellt aber klar: «Die Inseli-Initiative und das Projekt Brüelmoos sind voneinander unabhängig. Sollte die Initiative abgelehnt werden, wird das Projekt Brüelmoos trotzdem weiterverfolgt.»

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

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