BUCHHAUS: Langer Samstag – Stadt Luzern handelt

Ein Geschäft öffnet seine Türen samstags bis 17 Uhr – und kommt straffrei davon. Das sorgt für Ärger. Nun geht die Stadt Luzern über die Bücher.

Olivia Steiner
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Buchhandlung Stocker an der Hertensteinstrasse: seit Anfang Jahr samstags jeweils bis 17 Uhr geöffnet. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Buchhandlung Stocker an der Hertensteinstrasse: seit Anfang Jahr samstags jeweils bis 17 Uhr geöffnet. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

«Das ist absolut inakzeptabel. Ich erwarte, dass geltende Gesetze vehement durchgesetzt werden.» Das sagt Heinz Bossert, Präsident des Detaillistenverbands des Kantons Luzern. Es geht um Folgendes: Die Buchhandlung Stocker an der Hertensteinstrasse in Luzern hat seit Anfang Jahr samstags jeweils bis 17 Uhr statt regulär bis 16 Uhr offen. Und das ohne Ausnahmebewilligung. Gemäss Daniel Deicher, interimistischer Leiter der städtischen Dienstabteilung Stadtraum und Veranstaltungen, toleriert die Stadt dies vorerst. Zumindest so lange, bis die Buchhandlung ein Gesuch für verlängerte Öffnungszeiten eingereicht habe und dieses geprüft worden sei (Ausgabe vom Mittwoch).

Der Hintergrund: Eine Verordnung über die Schliessungszeiten der Stadt Luzern ermöglicht «speziell auf den Tourismus ausgerichteten Geschäften» längere Ladenöffnungszeiten. Gemäss gängiger Praxis wird dazu ein Gesuch gestellt. Eine gesetzliche Verpflichtung dazu besteht aber nicht. Verlängert ein Geschäft die Öffnungszeiten in Eigenregie, kann die Stadt ein Gesuch einfordern und dieses bewilligen oder ablehnen. Diese Gesetzeslücke soll nun geschlossen werden. Daniel Deicher, interimistischer Leiter der städtischen Dienstabteilung Stadtraum und Veranstaltungen: «Die Verordnung lässt einen Interpretationsspielraum offen, der unglücklich ist.» Deshalb werde diese jetzt angepasst.

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