BUCHRAIN: 150 Leute finden hier Arbeit

Für den Amag-Neubau liegt das Baugesuch auf. Geld verdienen will die Garage dort nicht nur mit dem Verkauf von Neuwagen.

Raphael Gutzwiller
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Raphael Gutzwiller

Das Automobilunternehmen Amag will in Perlen für rund 30 bis 35 Millionen Franken einen Neubau errichten. Nun liegen das Baugesuch sowie eine Anpassung des Gestaltungsplans bei der Gemeinde Buchrain öffentlich auf.

Die Amag hat am Standort Elsihof (siehe Karte), wenige hundert Meter vom Autobahnzubringer Rontal entfernt, vor zwei Jahren Land gekauft. Nun werden die Pläne konkret: Das Grundstück mit einer Fläche von 22 542 Quad­ratmetern soll dereinst drei Gebäude erhalten. Das Hauptgebäude integriert den Verkauf und die Werkstatt von Privatfahrzeugen sowie Karosserie-, Lackier- und Lagerzonen. In einem zweiten Gebäude finden der Verkauf und die Werkstatt für Nutzfahrzeuge Platz. Ein drittes Gebäude beinhaltet eine Tankstelle mit Waschzone für Personenwagen und Nutzfahrzeuge.

50 neue Stellen

Durch den Bau der Amag in Buchrain entstehen 150 neue Stellen. 100 der künftigen Amag-Angestellten in Buchrain arbeiten heute bereits für die Amag in Ebikon, Rain und Emmenbrücke. Diese Standorte werden durch die neue Amag in Perlen ersetzt.

Der Neubau in Buchrain wird zum neuen Luzerner VW-Zentrum. «In Buchrain wird dasselbe angeboten, wie dies bei den heutigen Standorten Ebikon, Rain und Emmenbrücke der Fall ist», erklärt Benno Brunner, Leiter Region Zentralschweiz, Mitteland und Bern von Amag Retail. Die drei Standorte verkaufen heute nur Neuwagen von Volkswagen. Weiterhin bestehen bleiben die Amag-Garagen in Emmen (Skoda), Kriens (Audi) sowie Sursee (VW, Audi und Skoda).

Der grösste Unterschied des Neubaus zu den bereits bestehenden Amag-Filialen liegt gemäss Brunner darin, dass es für die Amag deutlich mehr Platz gibt. Zum Vergleich: Das Grundstück der heutigen Amag in Ebikon an der Luzernerstrasse ist 15 400 Quadratmeter gross. Davon ist ein grosser Teil allerdings nur einstöckig nutzbar.

Der grössere Platz habe auch den Ausschlag dazu gegeben, dass man sich für den Standort in Perlen entschieden habe, sagt Brunner. «Bei den drei heutigen Standorten wäre ein Ausbau in dieser Grössenordnung nicht möglich gewesen. Der geplante Standort in Perlen ist zudem verkehrstechnisch durch den raschen Anschluss an die Autobahn sehr gut gelegen.»

Rendite im Verkauf nimmt ab

Eine weitere Änderung betrifft die Tatsache, dass es künftig mehr Platz für die Karosserie und die Lackierungen geben wird. «In Buchrain werden weiterhin Autos verkauft. Dennoch wird es massgeblich ein Zentrum für Service, Reparaturen, Lack und Karosserie. Ziel ist es, Arbeiten schneller und noch professioneller erledigen zu können», so Brunner. «Mit dem Verkauf von Neuwagen lässt sich nicht mehr dieselbe Rendite erzielen. Hingegen werden die Reparaturen immer aufwendiger und benötigen deshalb mehr Zeit.»

Neubau soll 2018 stehen

Architektonisch gebe es funktionale Gebäude, heisst es bei den zuständigen Architekten, der Christian Schüpbach AG aus Andelfingen ZH. Es soll eine typische VW-Verkaufsgarage geben, die Kunden sollen aber dennoch sehen, dass auch repariert wird. Die Werkstatt soll keineswegs versteckt, sondern eher präsentiert werden. Eine Visualisierung des geplanten Projekts existiert zwar, Amag will diese allerdings noch nicht öffentlich publizieren.

Ursprünglich war geplant, dass bereits Ende 2015 der Baustart erfolgt. Benno Brunner sagt: «Wenn die Baubewilligung vorliegt, möchten wir so rasch wie möglich bauen.» Die Bauzeit soll dann rund 20 Monate betragen. Somit sollte Ende 2017 oder Anfang 2018 der Neubau der Garage stehen.

«Freuen uns auf die Amag»

Heinz Amstad, der zuständige Buchrainer Gemeinderat, freut sich darüber, dass die Pläne der Amag nun konkret werden. «Das Projekt schafft neue Arbeits- und Ausbildungsplätze.» Das Projekt sei aus Sicht der Gemeinde vollständig auf Kurs. «Wir freuen uns auf die Amag», so Heinz Amstad.