Buchrain freut sich über «schönen Gewinn» von 3,8 Millionen Franken

Zum zweiten Mal in Folge präsentiert die Gemeinde Buchrain einen Millionen-Gewinn bei der Rechnung. Hat man einfach zu vorsichtig budgetiert? Der Finanzvorsteher sagt Nein.

Roman Hodel
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Das Gemeindehaus von Buchrain.

Das Gemeindehaus von Buchrain.

(Bild: hor)

Der Finanzvorsteher von Buchrain, Patrick Bieri (FDP), hat gut lachen: Die Rechnung 2019 seiner Gemeinde schliesst bei einem Umsatz von rund 34 Millionen Franken mit einem «schönen Gewinn» von 3,8 Millionen Franken, wie die Gemeinde am Mittwoch mitteilte. Es ist bereits das zweite Mal in Folge, dass Buchrain deutlich im Plus abschliesst: Bereits 2018 resultierte ein Ertragsüberschuss von 1,5 Millionen Franken. Hat die Gemeinde erneut zu vorsichtig budgetiert? Bieri sagt dazu:

«Diese Frage wurde mir schon letztes Jahr gestellt und ich antworte wieder mit nein.»

Grund für das «ausserordentliche Ergebnis» seien «sehr hohe» und unerwartete Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen – allein bei den Einkommens- und Vermögenssteuern plus 1,1 Millionen Franken. Dabei handelt es sich laut Bieri aber nicht um gut situierte Neuzuzüger, sondern um Einzelfälle von bereits ansässigen Einwohnern. Auch bei den Firmensteuern verzeichnet die Gemeinde ein leichtes Plus. Diese sind mit einem Anteil von 6,4 Prozent an den ordentlichen Steuereinnahmen aber nach wie vor gering im Vergleich zu vielen anderen Gemeinden im Kanton. Schliesslich habe man die «massvolle und umsichtige Ausgabenpolitik» konsequent weiterverfolgt.

6,5 Millionen Franken in die Infrastruktur investiert

«Der Abschluss 2019 verschafft uns nun etwas Luft, gerade auch um Investitionen wie jene in den Ausbau der Schulanlage Hinterleisibach zu finanzieren», sagt Bieri. Total 6,5 Millionen Franken hat die Gemeinde im letzten Jahr in die Infrastruktur investiert – deutlich mehr als in den Vorjahren. Trotz des guten Ergebnisses bleibt der Ausblick von Bieri verhalten – wegen des Coronavirus. Er geht davon aus, dass die Dauer und Schwere der zu erwartenden Rezession sich in den Jahren 2020 und 2021 negativ auf die Rechnung der Gemeinde auswirken werden. Entsprechend ist eine Senkung des Steuerfusses von aktuell 1,9 Einheiten trotz zwei guten Abschlüssen in Folge laut Bieri kein Thema: Damit gefährde man nur das «zarte Pflänzchen».

Hinweis: Der Termin für die Urnenabstimmung der Rechnung 2019 steht noch nicht fest.

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