BUCHRAIN: Geldstrafen nach Unfall mit tödlichem Ausgang

Gut zwei Jahre nach dem Unglück mit einem Knaben im luzernischen Buchrain sind ein Lastwagenchauffeur und sein Arbeitgeber wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden.

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Der Unfallort in Buchrain. (Archivbild Maria Schmid/Neue LZ)

Der Unfallort in Buchrain. (Archivbild Maria Schmid/Neue LZ)

Der Chauffeur, der den beim Papiersammeln vom Kehrichtwagen gestürzten Schüler überfahren hatte, erhielt vom Amtsstatthalteramt Luzern eine Busse von 2'000 Franken, wie die «Sascha Roos Stiftung» am Dienstag mitteilte.

Der Arbeitgeber des Chauffeurs und Präsident der Transportfirma, die im Auftrag der Gemeinde Buchrain zusammen mit der Gemeindeschule die Papiersammlung durchführte, wurde laut Mitteilung zu 5'000 Franken Busse verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Sein Verschulden sei als schwer eingestuft worden, da er jahrelang zugelassen habe, dass mehr Personen hinten im Heck des Lastwagen mitgeführt wurden als erlaubt. Nur drei Plätze seien zugelassen gewesen, doch am Unglückstag seien sechs Schüler auf den Trittbrettern und einem Balken im Heckbereich mitgeführt worden, gab die Stiftung auf Basis des Entscheids bekannt.

Wären die gesetzlichen Regeln eingehalten worden, hätte der 13-Jährige überlebt, schreibt die Stiftung, die Ende 2007 im Gedenken an den Knaben vom Vater gegründet worden ist. Der Unfall hatte sich am 10. Mai 2007 ereignet. Der 13-Jährige war bei der Papiersammlung vom rückwärts fahrenden Kehrichtlastwagen gestürzt und überrollt worden. Er starb sofort.

ap