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BUCHRAIN: Letzte Chance für neue Einfamilienhäuser

Verdichtetes Bauen ist das Gebot der Stunde – auch in Buchrain. Dennoch entsteht dort gerade eine neue Einfamilienhaussiedlung. Es könnte das letzte Projekt dieser Art sein.
Chiara Stäheli

Derzeit entsteht ein grosses Bauprojekt in Buchrain. Rund zehn Einfamilienhäuser, vier Doppeleinfamilienhäuser und drei Terrassenhäuser werden im Gebiet Flurweid an der Leisibachstrasse in einem ersten Schritt erbaut. Die 23 Wohnungen, die in der ersten Bauetappe erstellt werden, sind Teil einer grossen Überbauung am Zonenrand der Gemeinde. Das ganze Quartier soll etappenweise in den nächsten sechs bis sieben Jahren entstehen.

Geplant sind rund hundert Wohnungen, darunter wie erwähnt zehn Einfamilienhäuser. Dies ist erstaunlich: Erst im März hat die Gemeinde Buchrain ihr neues Siedlungsleitbild veröffentlicht. Darin verpflichtet sie sich zu verdichtetem Bauen und zur Errichtung von mehrgeschossigen Gebäuden (wir berichteten). Wie passen da Einfamilienhäuser ins Konzept? Dazu nimmt Architekt Beat Büchler Stellung: «Die Einzonung für die Flurweid fand vor ungefähr zehn Jahren statt.» Damals habe lediglich die Vorgabe gegolten, zweigeschossig zu bauen. Eine weitere Verdichtung hätten die Nachbarn auf Basis der damaligen Zonenplanung wohl nicht akzeptiert, so Büchler. Doch inzwischen ist verdichtetes Bauen das Gebot der Stunde – in Buchrain wie in den meisten anderen Gemeinden der Region Luzern.

Dass die Überbauung nicht dem neuen Siedlungsleitbild entspricht, hat auch aus Sicht der Gemeinde klare Gründe: Das Leitbild ist für die Grundeigentümer nicht rechtlich verbindlich. Es beinhaltet lediglich die Richtungsvorgaben und die Ziele für die laufende Ortsplanungsrevision. Im revidierten Bau- und Zonenreglement (BZR) und im Zonenplan werden die rechtlichen Grund­lagen für eine zukünftige ver­dichtete Bauweise festgelegt. Erst wenn diese Planungsinstrumente rechtskräftig sind, kann gemäss den Zielen des Siedlungsleitbildes gebaut werden. Dies ist voraussichtlich im Frühjahr 2019 der Fall. «Der Gestaltungsplan für die Flurweid wurde lange vor der Veröffentlichung des Siedlungsleitbildes genehmigt. Er ist somit rechtsverbindlich und kann den Forderungen des heutigen Leitbilds noch nicht entsprechen», erklärt Heinz Amstad, Bauvorsteher der Gemeinde Buchrain.

Mehrfamilienhäuser mit bis zu elf Wohnungen

Immerhin konnte für die Flurweid nachträglich eine gewisse Verdichtung erreicht werden – dies vor allem dank der Mehr­familienhäuser, welche bis zu elf Eigentumswohnungen aufweisen. «In Zukunft legen wir jedoch grossen Wert darauf, das Siedlungsleitbild mit dem revidierten BZR und dem Zonenplan strikte umzusetzen, um das verdichtete Bauen in Buchrain voranzutreiben», so Amstad. Ob die Flurweid nun also die letzte Überbauung mit Einfamilienhäusern ist, wird sich zeigen. Klar ist hingegen, dass die Nachfrage nach Einfamilienhäusern nach wie vor hoch ist, wie Architekt Büchler feststellt. Die Häuser und die Wohnungen der ersten Bauetappe sind bereits an ihre Eigentümer vergeben. Bezugsbereit sind sie voraussichtlich ab August 2018. Alle Wohnungen verfügen über einen Balkon oder einen Sitzplatz. Die Überbauung befindet sich auf dem höchsten Punkt der Gemeinde und garantiert daher optimale Weitsicht.

Bereits seit 2001 laufen die Vorplanungen für das neue Quartier. Laut Beat Büchler war die Vorplanungszeit nicht immer einfach: «Es galt, einige Hürden zu überwinden. Doch dank der konstruktiven Zusammenarbeit aller Parteien – Grundeigentümer, Planer und Behörden – konnte das Projekt stetig weiterentwickelt, optimiert und verbessert werden.» Diese konstruktive Zusammenarbeit wird wohl auch in kommenden Bauprojekten von zentraler Bedeutung sein. Denn die Einhaltung der Forderungen aus dem neuen Siedlungsleitbild wird sich in so manchem Fall als Knackpunkt herausstellen.

Chiara Stäheli

chiara.staeheli@luzernerzeitung.ch

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