BUCHRAIN: Riesige Grube für neuen Tunnel ausgehoben

Bei Buchrain sind die Bauarbeiten für den neuen Tunnel für den Autobahnzubringer Rontal bereits in vollem Gange. Das grosse Loch ist schon von weitem sichtbar.

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Die Baugrube für für den Autobahnzubringer Rontal. (Bild Nadia Schärli)

Die Baugrube für für den Autobahnzubringer Rontal. (Bild Nadia Schärli)

Überquert man die Reussbrücke von Inwil Richtung Buchrain, erblickt man eine riesige Grube mitten in der grünen Landschaft. Hier hat nicht etwa ein Komet eingeschlagen. Nein, hier befindet sich der so genannte Durchstosspunkt West des Zubringertunnels Rontal. «Die Bauarbeiten verlaufen bis jetzt nach Plan», sagt Projektleiter Kurt Waber. Im Moment sei man gerade dabei, am «Hundsrücken» Material abzutragen, die Grubenwände zu betonieren und sie anschliessend durch Verankerungsarbeiten zu sichern. Rund 15 Bauarbeiter sind an den Vorarbeiten beteiligt. Der Zubringer soll Dierikon und das Rontal mit dem neuen Autobahnanschluss Buchrain verbinden.

Die am 4. Oktober 2007 gestarteten Vorarbeiten an der Westeinfahrt in Buchrain sollen bis Mitte April abgeschlossen werden. «Mit den Arbeiten an der Ostzufahrt in Dierikon haben wir auch bereits begonnen», so Waber. Im August könne mit den Hauptarbeiten des 105 Millionen Franken teuren Strassenbauprojektes angefangen werden.

Eröffnung für 2011 vorgesehen
Der Zubringer Rontal ist das grösste Strassenbauprojekt, das der Kanton Luzern je mit eigenen finanziellen Mitteln in Angriff genommen hat. Es enthält neben dem Tunnel eine 160 Meter lange Tunnelbrücke, die in Dierikon beginnt. Aufgrund von Lärmschutzmassnahmen ist die Brücke komplett durch Seitenwände und Dach von der Aussenwelt isoliert. Sie schliesst über die Ron und die SBB-Gleise fugenlos an den 900 Meter langen Tunnel an. Der zweispurige Tunnel führt zum Knoten Reussbrücke, wo man direkt auf die Autobahn A 14 gelangt. Die Gesamtlänge des Zubringers beträgt 1,4 Kilometer. «Die Eröffnung des Zubringers Rontal ist für 2011 vorgesehen», sagt Waber.

Wirtschaftliche Impulse
Der Kanton Luzern erhofft sich mit dem Strassenbauprojekt wirtschaftliche Impulse für den ganzen Kanton und eine Entlastung der Anschlüsse Emmen-Süd an der A 2 und Gisikon/Root an der A 14 sowie des Kantonsstrassennetzes.

Laura Schütt / Neue Luzerner Zeitung

Infos: www.a14-buchrain-rontal.lu.ch