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Buchrain will im Dorfkern nur noch Schrägdächer erlauben

Die Gemeinde Buchrain will mit ihrer revidierten Ortsplanung das Ortsbild schützen – und gleichzeitig nach Jahren der Stagnation ein Bevölkerungswachstum ermöglichen.
Beatrice Vogel
Das Ortsbild des Dorfkerns von Buchrain soll geschützt werden. Im Bild: Die Hauptstrasse mit dem Gasthof Adler (rechts). (Bild: Dominik Wunderli, 5. November 2018)

Das Ortsbild des Dorfkerns von Buchrain soll geschützt werden. Im Bild: Die Hauptstrasse mit dem Gasthof Adler (rechts). (Bild: Dominik Wunderli, 5. November 2018)

Eine Gemeinde zwischen Stadt und Land sei Buchrain – den beiden Aspekten will der Gemeinderat in der revidierten Ortsplanung Rechnung tragen. So soll an verkehrsmässig gut erschlossenen Lagen verdichtet, und gleichzeitig der ländliche Charakter der Quartiere erhalten werden.

Die Verdichtung soll mit dem vermehrten Bau von Mehrfamilienhäusern erreicht werden. Bestehende Einfamilienhäuser sollen zudem mit Einliegerwohnungen ausgebaut werden können. Dadurch wird die Bevölkerung wachsen, deren Zahl in den letzten fünf Jahren bei rund 6200 Einwohnern stagniert ist. «Wir streben kein schnelles, sondern ein kontinuierliches Wachstum an», sagt Bauvorsteher Heinz Amstad (FDP). Um das zu gewährleisten, soll die Realisierung der Neubauten gestaffelt werden.

Wohnen und Arbeiten am selben Ort

Verdichtet werden soll etwa am Südhang Buchrains, an der Ron- und der Moosstrasse. «Dieses Gebiet ist durch die S-Bahn und den Bus sehr gut erschlossen und bietet sich für eine Verdichtung an», so Amstad. Dabei soll auf eine qualitätsvolle Aussenraumgestaltung geachtet werden. Auszonungen gibt es keine; eine Einzonung von 3,4 Hektaren ist im Ortsteil Schachen in die Arbeitszone vorgesehen.

Des Weiteren soll die heutige Arbeitszone «An der Ron» in eine Wohn- und Dienstleistungszone umgezont werden. Es handelt sich dabei um ein grosses, unbebautes Grundstück an der Ronstrasse. «Unser Ziel ist, dort Wohnen und Arbeiten am selben Ort zu ermöglichen», erklärt Amstad. Für das Gebiet wird ein Bebauungsplan verlangt.

Trotz der Verdichtung will der Gemeinderat mit der Ortsplanungsrevision auch den ländlichen und dörflichen Charakter Buchrains stärken. Um Naherholungsgebiete zu erhalten, gibt es deshalb keine Neueinzonungen von Wohngebieten. Gleichzeitig soll das Ortsbild des Dorfkerns und des Quartiers Haslirain geschützt werden. So sollen hier bei Hauptbauten nur noch Schrägdächer – als identitätsstiftendes Merkmal – erlaubt sein. «Es sei denn, andere Dachformen beeinträchtigen das Ortsbild nicht negativ», so Amstad. Grundsätzlich sollen bestehende Gebäude im Ortskern behutsam erneuert werden können.

Neue Zone im Bueridörfli und am Lindenweg

Der Perimeter der Dorfkernzone ist relativ eng gefasst, entlang der Hauptstrasse zwischen alter Dorfkirche und Leisibach-Kreisel. Der Gedanke dahinter: Baustruktur, die das Ortsbild prägt, soll erhalten bleiben, neuere Gebäude aber nicht demselben Schutz unterstellt werden. Dasselbe gilt für die Arbeitersiedlung im Haslirain, die im kantonalen Bauinventar als schützenswert eingestuft ist.

Für die Siedlungen Bueridörfli, Lindenweg und Eichmatt wird eine neue Zone geschaffen – ebenfalls aus dem Grundsatz heraus, das Dörfliche zu betonen. Sie bilden Einheiten, die sich von den umliegenden Einfamilienhausgebieten unterscheiden, und sind bereits dicht bebaut. In dieser Volumenerhaltungszone sind Ersatzneubauten nur auf Grundlage der bestehenden Gebäudefläche und Höhe zulässig.

Das Mitwirkungsverfahren der Ortsplanungsrevision der Gemeinde Buchrain dauert bis zum 12. Dezember. Die Bevölkerung kann Stellungnahmen schriftlich an den Gemeinderat abgeben. Die Urnenabstimmung ist auf den 24. November 2019 geplant.

Hinweis
Orientierungsversammlung: 8. November, 19.30 Uhr, Schulzentrum Hinterleisibach.
Fragestunden: 10. November, 9-11 Uhr, Einkaufszentrum Tschannhof; 22. November, 17.30-20 Uhr, Kommissionszimmer Gemeindehaus.
Weitere Informationen: www.buchrain.ch/mitwirkungsverfahren

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