BUCHRAIN: Vater des getöteten Sascha gründet Stiftung

Als sein Kind bei einem Unfall stirbt, verliert Erich Roos den Boden unter den Füssen. Jetzt verarbeitet er den Verlust – auf eigene Art.

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Erich Roos im Gespräch. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Erich Roos im Gespräch. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Erich Roos (40) sitzt ruhig und gefasst am Tisch. Seine Stimme ist klar, seine Worte überlegt. Doch als er sich an den 10. Mai des letzten Jahres zurückerinnert, als zwei Polizisten mit versteinerter Miene bei ihm klingelten, werden seine Augen wässrig. Mit Sascha, seinem 13-jährigen Sohn, sei etwas passiert, sagten die Polizisten. Er, Erich Roos, solle mitkommen.

Sascha Roos hatte mit seiner Klasse beim Papiersammeln in Buchrain geholfen. In einer Sackgasse fuhr der Kehrichtwagen rückwärts. Auf dem hinteren Trittbrett hielten sich sechs Schüler fest, unter ihnen Sascha. Er fiel und wurde vom Lastwagen überrollt. Warum es zum Unfall kam und wer daran schuld oder mitschuldig ist, wird vom Amtsstatthalteramt noch immer abgeklärt.

«Ich wollte gar nicht glauben, was passiert ist. Es war wie in einem schlechten Traum. Es zog mir den Boden unter den Füssen weg», sagt Roos.

Stiftung für mittellose Kinder
Neuen Mut und Lebenskraft schöpft er aus der neuen Stiftung, die er zusammen mit dem Luzerner Rechtsanwalt Rolf Bründler ins Leben gerufen hat: die Sascha-Roos-Stiftung. Roos hofft nun auf Spender. Mit dem Geld will er einige Kinder glücklich machen, die am Existenzminimum leben müssen. Oder behinderten Kindern einen Ausflug ermöglichen. Am Schmutzigen Donnerstag sammelt die Zunft an der Reuss in Luzern Spenden für die Stiftung.

Christian Bertschi

HINWEIS
www.sascha-roos.ch . Spendenkonto: Luzerner Kantonalbank, Konto 01-06-511792-00; PC 60-539526-0. Die Homepage www.sascharoosstiftung.ch wird bald online gehen.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.