BUDGET 2014: Wolhusen rechnet weiter mit roten Zahlen

Wolhusen rechnet für das Jahr 2014 mit einem Defizit von rund 1.8 Millionen Franken. Der Steuerfuss von 2,40 Einheiten soll unverändert bleiben.

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Blick auf Wolhusen. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Blick auf Wolhusen. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Der Voranschlag 2014 der Gemeinde Wolhusen schliesst bei einem Gesamtaufwand von 27‘028‘400 Franken (Budget 2013: 27‘366‘650) und einem Gesamtertrag von 25‘229‘500 Franken (24‘882‘050) mit einem Defizit von 1‘798‘900 Franken (2‘484‘600). Wie die Gemeinde am Donnerstag mitteilte, bedeutet dies gegenüber dem Budget des Vorjahres eine Defizitabnahme von 685‘700 Franken (-27,6 Prozent).

Die Gemeinde führt das budgetierte Defizit hauptsächlich auf höhere Ausgaben in den Bereichen Bildung (+180‘100) und Umwelt, Raumordnung (+23‘800) einerseits und weniger Einnahmen in den Bereichen Volkswirtschaft (-9‘600) und Finanzen, Steuern (-88‘100) anderseits zurück. Weniger Ausgaben sind in den Bereichen Allgemeine Verwaltung (-113‘900) und Soziale Wohlfahrt (-181‘700) vorgesehen.

Das Budget basiert auf einem unveränderten Steuerfuss von 2,40 Einheiten. Wolhusen soll nicht als erste Gemeinde im Kanton den Steuerfuss über die ominöse Marke von 2,40 Einheiten anheben und damit einer weiteren Öffnung der Steuerschere Gewähr bieten, heisst es in der Mitteilung.

Gesuch um Sonderbeitrag

Der Gemeinderat wird im Spätherbst ein weiteres Sonderbeitragsgesuch an den Kanton richten. Regierungsrätin Yvonne Schärli-Gerig habe an der Gemeindeversammlung vom 3. Juni bestätigt, dass Wolhusen einen weiteren Sonderbeitrag brauche. Nachdem die Gemeinde mit Ausnahme der Prüfung einer Steuererhöhung sämtliche Auflagen des Regierungsrates erfülle,sei der Gemeinderat überzeugt, dass dem Gesuch entsprochen werde. Bei Ablehnung des Gesuchs müssten Leistungen drastisch abgebaut, Personal entlassen und die Steuern erhöht werden.

Der Voranschlag 2014 weist bei den Investitionen Ausgaben von 5‘680‘000 Franken und Einnahmen von 1‘966‘000 Franken aus. Die Nettoinvestitionen betragen somit 3‘714‘000 Franken (Budget 2013: 3‘456‘000). Die Ausgaben betreffen hauptsächlich Schulliegenschaften, Gemeindestrassen und die Abwasserbeseitigung.

pd/zim