BUDGET: Ruswiler Rechnung übertrifft alle Erwartungen

Statt dem budgetierten Plus von 56'000 Franken schliesst die Rechnung 2008 der Einwohnergemeinde mit einem Mehrertrag von über 3,3 Mio. Franken. Dies wegen der bedeutend höheren Steuererträgen.

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Ein Bauer oberhalb von Ruswil bei der Arbeit. (Bild pd)

Ein Bauer oberhalb von Ruswil bei der Arbeit. (Bild pd)

Entgegen den erwarteten 1.4 Mio. Franken gingen über 2.18 Mio. Franken ein, wie es in einer Medienmitteilung. Ein deutliches Plus gegenüber dem Voranschlag konnte auch bei den Erbschaftssteuern (+ 467'000 Franken), den Grundstückgewinnsteuern (+ 219'000 Franken) und den Handänderungssteuern (+ 65'000 Franken) erzielt werden. Ein Buchgewinn von 450'000 Franken fiel beim Verkauf des Schulhauses Etzenerle an. Tiefere ordentliche Abschreibungen beim Verwaltungsvermögen auf der Basis der Anlagebuchhaltung wirkten sich auch positiv aus (356'800 Franken)

Nettoausgaben geringer als budgetiert
Mit den anvertrauten Finanzmitteln sei im vergangenen Jahr erwiesenermassen sorgsam umgegangen worden, wie es weiter heisst. Nur gerade in den Bereichen Gesundheit und Verkehr habe die Rechnung jeweils leicht über dem Voranschlag abgeschlossen. In allen übrigen Rechnungskreisen blieben die Ausgaben hinter den Annahmen zurück. Gesamthaft waren die Nettoausgaben um 410'600 Franken  tiefer als im Voranschlag 2008 vorgesehen.

In Übereinstimmung mit der Rechnungskommission will der Gemeinderat den Ertragsüberschuss mehrheitlich für eine langfristige Gesundung der Gemeindefinanzen einsetzen. Rund 1,4 Mio. Franken sollen für ausserordentliche Abschreibungen verwendet werden. Weiter sind Rückstellungen im Umfang von 500'000 Franken für den Ausbau bzw. die Sanierung von Gemeindestrassen vorgesehen. Der Buchgewinn aus dem Verkauf des Etzenerleschulhauses wird vollumfänglich für die Sanierung des Schulhauses Werthenstein-Unterdorf verwendet.

Vobereitung auf erwartete Steuerausfälle
Mit 600'000 Franken sollen Rückstellungen für die zu erwartenden Steuerausfälle in den Jahren 2011 bis 2013 gebildet werden, da aufgrund der kantonalen Steuergesetzrevision die Gemeinde ab diesem Zeitraum mit erheblichen Mindereinnahmen rechnen muss. Schliesslich wird mit einem Betrag von 285'000 Franken das Eigenkapital auf rund 2 Mio. Franken aufgestockt, womit allfällige künftige Budgetdefizite ausgeglichen werden können. Die Stimmberechtigten werden anlässlich der Gemeindeversammlung vom 30. April 2009 über die Rechnung sowie die Verwendung des Ertragsüberschusses zu befinden haben.

scd