Bürgerliche wollen einen «Alex-Wili-Platz» in Kriens

Der neue Platz vor dem Alterszentrum Lindenpark soll den Namen des Ur-Kriensers und Ur-Liberalen Alexander Wili erhalten, fordert ein Postulat der Bürgerlichen.

Simon Mathis
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Alexander Wili in seiner Wohnung.

Alexander Wili in seiner Wohnung.

Bild: Nadia Schärli (Kriens, 27. Februar 2020)

Alexander Wili ist einer, der die Krienser Politik geprägt hat wie kaum ein anderer. Anfang des Jahres wurde das liberale Urgestein mit einem Anerkennungspreis des Kantons Luzern geehrt. Nun wollen die Krienser Parteien FDP, CVP und SVP nachziehen: Die Leistungen Wilis sollen auch auf Gemeindeebene gewürdigt werden. In einem Postulat schlagen die Bürgerlichen dem Stadtrat deshalb vor, den Platz vor dem neu eröffneten Alterszentrum Lindenpark auf «Alex-Wili-Platz» zu taufen.

In der Einladung zur Eröffnungsfeier firmiert der Platz unter dem Namen «Lindenplatz». Die Bürgerlichen weisen jedoch darauf hin, dass bereits der Platz bei der Metzgerei Keller seit Jahren so genannt werde.

Grosses Engagement beim gemeinnützigen Bauen

Als Grund für den Namensvorschlag führen die Postulanten Alex Wilis Leistungen auf. Der Liberale habe den Einwohnerrat der Gemeinde gegründet und war dessen erster Präsident. Auch diverse gemeinnützige Organisationen habe Wili gegründet und anfänglich meist auch geleitet. Bekannt ist Wili vor allem für seinen Einsatz für genossenschaftliches Bauen – auch auf Bundesebene. Im Verlaufe seines Lebens habe Wili über 200 gemeinnützige Wohnbaugenossenschaften gegründet, heisst es im Postulat.

Die GWAK-Genossenschaft «Wohnen im Alter», die für den Lindenpark verantwortlich ist, sei ebenfalls nur dank des grossen Engagements und des genossenschaftlichen Wissens Alex Wilis entstanden, schreiben die Postulanten. «Ohne Alexander Wili keine GWAK, und ohne GWAK kein Lindenpark.»

Alexander Wili reagiert auf Anfrage zustimmend, wenn auch nüchtern auf den Vorschlag eines nach ihm benannten Platzes. «Ich habe immer gesagt: Wenn der Stadtrat diesen Platz auf Alex Wili taufen will, nehme ich das an», sagt er am Telefon und fügt an:

«Wenn die Luzerner Regierung mich schon auszeichnen will, soll auch Kriens das können. Denn ich sehe mich vor allem als Krienser.»
So sah der Platz noch bei der Eröffnung der Alterswohnungen aus.

So sah der Platz noch bei der Eröffnung der Alterswohnungen aus.

Bild: Manuela Jans-Koch (Kriens, 8. Mai 2020)
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