Bürgerwehr macht Jagd auf Einbrecher

Roland Furrer aus Ebikon will Überfällen weiter nicht tatenlos zusehen. Polizei und Regierung gefällt die Bürgerwehr aber gar nicht.

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Als Boxer musste Roland Furrer auch einstecken. (Bild: Archiv Neue LZ)

Als Boxer musste Roland Furrer auch einstecken. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Ebikoner Bürgerwehr ist zurück. Mit einem klaren Ziel: Einbrecher zu stellen. Roland Furrer, Initiant der sechsköpfigen Bürgerwehr, sagt: «Wir halten zwischen Mitternacht und vier Uhr morgens an verschiedenen Stellen im Quartier Ausschau nach Verdächtigen. Kommt ein Einbrecher, versuche ich, ihn zu stellen.»

«Für härtere Konflikte bereit»

Furrer will «Einbrecher überraschen» und sagt: «Ich bin auch für härtere Konflikte bereit.» Auf die Polizei wolle er nicht warten, denn bis diese eintreffe, sei ein Einbrecher bereits über alle Berge. Hintergrund ist ein Raubüberfall von letzter Woche. Ein Ebikoner Getränkehändler wurde nachts  in seinem Schlafzimmer von Einbrechern mit einer Schusswaffe bedroht und ausgeraubt. Dies hat Ex-Boxer Roland Furrer nun dazu veranlasst, seine 1998 gegründete Bürgerwehr wieder zu reaktivieren.

Staatsanwaltschaft warnt

Keine Freude daran haben Luzerner Polizei und Regierung. Sicherheitsvorsteherin Yvonne Schärli: «Das Gewaltmonopol liegt ausschliesslich beim Staat respektive bei der Polizei. Nur sie darf die öffentliche Sicherheit, notfalls auch mit gewaltsamen Massnahmen, durchsetzen.»  Auch Simon Kopp, Sprecher der Staatsanwaltschaft Luzern, warnt vor solchen Aktionen: «Man muss davon ausgehen, dass solche Täter brandgefährlich sind. Eingreifen sollten nur ausgebildete Polizisten.»

Olivia Steiner

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen LZ und im E-Paper.