BÜRGSCHAFTEN: Ineichen: Glückskette soll die Wirtschaft retten

Die Glückskette prüft die Möglichkeit, gesammelte Gelder als Bürgschaft für die Industrie zu hinterlegen. Beschlossen sei allerdings noch nichts, sagt Glückskette-Sprecher Roland Jeanneret.

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Der Luzerner FDP-Nationalrat Otto Ineichen. (Bild EQ)

Der Luzerner FDP-Nationalrat Otto Ineichen. (Bild EQ)

Es gehe primär darum, mit einer Sammelaktion Arbeitslosen zu helfen und nicht der Industrie. Darin habe die Glückskette Erfahrung; bereits in den 1970-er und den 1990-er Jahren habe die Spendenorganisation erfolgreich Geld für Opfer der Wirtschaftskrisen gesammelt. Weil zahlreiche Schweizer Industrieunternehmen derzeit neue Kredite nur noch zum Preis hoher Zinsen erhielten, habe FDP-Nationalrat Otto Ineichen die Idee der Bürgschaft durch die Glückskette lanciert. Dabei müssten die Unternehmen ihre Kredite zwar weiterhin selber aufnehmen, die Kreditoren erhielten von der Glückskette jedoch eine Garantie.

Das von Ineichen angeregte Modell sei eines von vielen, welche die Glückskette derzeit diskutiere, sagte Jeanneret und fügte an: «Ob schliesslich dieses oder ein anderes Modell umgesetzt wird, ist noch offen.» Klar sei lediglich, dass die Glückskette keinen «Schnellschuss vor den Sommerferien» rauslasen wolle. Das Solidaritätswerk der Schweiz geht davon aus, dass die ersten Härtefälle im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise nicht vor Herbst 2010 auftreten werden. Womit noch genügend Zeit bleibe, um ein gutes Hilfsmodell zu finden.

ap