Büroner Unternehmen planen Ausbau

Auf dem ehemaligen Superba-Areal sollen gut 25 Millionen Franken investiert werden. Doch es gibt einen Knackpunkt.

Roseline Troxler
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Daniel Gloor, Geschäftsführer der ATO AG, hegt auf dem ehemaligen Superba-Areal Expansionspläne. (Bild: Pius Amrein, Büron, 7. August 2019)

Daniel Gloor, Geschäftsführer der ATO AG, hegt auf dem ehemaligen Superba-Areal Expansionspläne. (Bild: Pius Amrein, Büron, 7. August 2019)

Wo 1924 die Steppdeckenfabrik AG – die Vorgängerin der Superba – gegründet wurde, sind grosse Investitionen geplant. Auf dem ehemaligen Superba-Areal werden seit 2014 keine Betten mehr produziert und gelagert. Dafür hat die ATO Immobilien- und Handels AG, der das Areal seither gehört, Grosses vor. «Auf einer Fläche von rund 15000 Quadratmetern sollen auf dem nördlichen Teil des Areals, das noch zu wenig genutzt wird, zwei neue Gebäude entstehen», sagt Geschäftsführer Daniel Gloor. Kostenpunkt des Projekts «Rochade»: mehr als 25 Millionen Franken.

Die ATO AG spannt dafür mit Mietern und auf dem Gebiet tätigen Firmen, der Erowa AG und der Network 41 AG, zusammen. Die weltweit tätige Erowa AG ist bekannt für Spannsysteme; Network 41 plant, installiert und unterhält Telekommunikationsnetzwerke. «Während Erowa auf dem Areal selber bauen und mehr als 20 Millionen Franken investieren will, plant Network 41, den von uns erstellten, 8 Millionen teuren Neubau zu mieten», so Gloor.

Firmen auf dem Gelände mit Bedarf nach mehr Platz

Wie viele Arbeitsplätze mit den Plänen dazukommen, sei noch offen. Derzeit gibt es auf dem Areal rund 300. Die Unternehmen unterhalten laut Gloor seit Jahren einen regen Austausch. «Wir haben ein grosses Interesse, dass die Firmen hier in Büron bleiben, weshalb wir dieses Projekt umsetzen wollen. Beide Unternehmen platzen langsam aus den Nähten», führt er aus.

Knackpunkt der Expansionspläne sind allerdings die Parkplätze. Sie müssen dem Neubau weichen, der zuerst entstehen soll. «Wir müssen für unsere Mieter eine Alternative zum Parkieren finden», betont Gloor. Unterhalb des Neubaus soll eine Tiefgarage entstehen. Zudem ist im bestehenden Bau auf dem nördlichen Areal eine weitere Tiefgarage oder ein Parkhaus geplant. Ziel ist der Bau von insgesamt 250 Parkfeldern. Der Unternehmer betont:

«Dieser Blechhaufen ärgert mich, er soll unter den Boden.»

Das Problem: Während der Bauarbeiten müssen die bisherigen Parkfelder temporär weichen. Beim Standort, der als Übergangslösung dienen sollte, gab es Einsprachen. Da bisher keine Einigung erzielt werden konnte, suchte Gloor nach einer Alternative. Nun sollen die beiden Neubauten etappiert erstellt werden. «Bis die Erowa mit den Bauarbeiten beginnt, soll dort ein temporärer Parkplatz entstehen», erklärt Gloor. Für den ersten Neubau sowie die Parkfelder wurde ein Baugesuch eingereicht. Er hofft, dass mit dem Aushub noch diesen Herbst begonnen werden kann. Stehen die Neubauten, soll ein dritter bereits auf dem Areal liegender Bau saniert oder ersetzt werden.

Ziel ist ein Projekt-Abschluss bis ins Jahr 2023

«Ein Puzzle», nennt Daniel Gloor das Projekt. Die Zeit dränge, da die Mieter dringend auf mehr Fläche angewiesen seien. «Der Zeitplan hat sich aufgrund der Einsprachen verzögert.» Statt im Jahr 2022 hofft Gloor nun, dass die Rochade bis Anfang 2023 geglückt sein wird.