BUNDESGERICHT: Härteres Urteil für Ebikoner Räuber

Keine Gnade für die Angeklagten, die in Ebikon eine Asylbewerber­unterkunft überfallen hatten. Das Bundesgericht hat das Urteil des Obergerichts bestätigt.

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Die fünf Täter wurden zu Zuchthausstrafen zwischen drei bis fünf Jahren verurteilt.

Das Vorgehen der Täter war brutal: Bewaffnet mit einer geladenen und entsicherten Waffe stürmten vier Männer im Februar 2005 eine Asylbewerberunterkunft in Ebikon. Die Täter wollten Geld erbeuten und hofften, bei den Asylbewerbern Drogen zu finden. Draussen wartete ein Chauffeur im Auto. Die Männer – ein Schweizer, ein Bosnier, ein Mazedonier und zwei Italiener – waren allesamt stark alkoholisiert und hatten Kokain konsumiert.

Vom Kriminalgericht wurden die Täter in erster Instanz zu Zuchthausstrafen von drei bis dreieinhalb Jahren verurteilt. Zu milde, fand der Staatsanwalt und zog den Fall ans Obergericht weiter – auch die Täter wollten den Fall weiterziehen, allerdings mit der Hoffnung auf ein tieferes Strafmass.

Bundesgericht weist Beschwerde ab
Recht bekam der Staatsanwalt: Das Obergericht ging mit den Tätern schärfer ins Gericht. Anders als das Kriminalgericht sah das Obergericht eine Herbeiführung von Lebensgefahr durch das Mitführen der geladenen und entsicherten Waffe. Darum verschärfte das Gericht das Strafmass bei zweien der Tätern um je eineinhalb Jahre.

Jene zwei gelangten mit einer Beschwerde gegen dieses Verdikt bis vor Bundesgericht. Dieses wies die Beschwerde ab. Das Urteil des Obergerichts, das am Dienstag publiziert wurde, ist rechtskräftig.

Michael Graber

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