Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

BUNDESGERICHT: Trickdiebin verurteilt

Modeboutiquen in Gstaad, St. Moritz und Luzern waren ihr Tätigkeitsfeld. Dort liess eine Diebin zusammen mit ihrem Komplizen teure Pelzmäntel und Kleider mitlaufen. Das Bundesgericht hat jetzt eine Verurteilung des Luzerner Kantonsgerichts wegen bandenmässigen Diebstahls bestätigt.
Urs-Peter Inderbitzin
Ein Trickdiebkünstler verrät der Stadtpolizei die Tricks der Taschendiebe. (Bild: ALESSANDRO DELLA BELLA (KEYSTONE))

Ein Trickdiebkünstler verrät der Stadtpolizei die Tricks der Taschendiebe. (Bild: ALESSANDRO DELLA BELLA (KEYSTONE))

Der Trick war immer derselbe: Die Frau liess sich in einer Edelboutique teure Kleider zeigen und lenkte das Verkaufspersonal ab. Gleichzeitig behändigte der Mann ein wertvolles Kleidungsstück und versteckte dieses unter seiner Jacke. Anschliessend verliess das Paar die Boutique unter dem Vorwand, am Bankomat Geld abzuheben oder am nächsten Tag zurückzukommen. Auf diese Weise gelang es dem Paar innerhalb von drei Wochen, in einer Boutique in Luzern eine Damenstrickjacke der Marke Bruno Cucinelli im Wert von 1 900 Franken zu stehlen. Weit lukrativer war die Beute in Gstaad und St. Moritz, wo die Diebe Pelzmäntel im Wert von bis zu 30000 Franken mitlaufen liessen.

Zuerst Freispruch, dann hohe Geldstrafe

Weil die Diebstähle in Luzern ihren Anfang nahmen, musste sich die Luzerner Justiz damit befassen, wobei nur das Schicksal der Trickdiebin, nicht aber dasjenige ihres Komplizen bekannt ist. Das Luzerner Kriminalgericht hatte Zweifel an der Mittäterschaft der Frau und sprach sie frei. Gleichzeitig sollte die Frau für die bereits abgesessene Untersuchungshaft eine Genugtuung von 6 800 Franken und eine Entschädigung von 2 800 Franken erhalten. Dagegen erhob die Staatsanwaltschaft Beschwerde ans Kantonsgericht –mit Erfolg. Das Gericht verurteilte die Trickdiebin zu einer bedingten Geldstrafe von 18 900 Franken.

Video beweist: Täter sprachen sich ab

Das Bundesgericht hat dieses Urteil nun vollumfänglich bestätigt und auch die Forderung der Frau nach einer Genugtuung als unbegründet abgewiesen. Für die Richter in Lausanne ist offensichtlich, dass die Rollenverteilung bei den Diebstählen vorgängig abgesprochen war. Dies ergibt sich aus Videoaufnahmen, aus denen klar ersichtlich ist, dass die Trickdiebin das Personal abgelenkt und ihrem Mittäter etwa mit einem Kopfnicken grünes Licht für den Diebstahl gegeben hat.

Urs-Peter Inderbitzin

stadt@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.