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BUNDESGERICHT: Wegen Ohr-Schnitt vier Jahre ins Gefängnis

Ein Mann, der einem Widersacher nach einer Verfolgungsfahrt mit einem sichelförmigen Messer eine Schnittwunde am Kopf zugefügt hat, muss definitiv für vier Jahre hinter Gitter.
(Symbolbild Adrian Baer/Neue LZ)

(Symbolbild Adrian Baer/Neue LZ)

Das Bundesgericht hat die Verurteilung wegen versuchter, eventualvorsätzlicher Tötung bestätigt.

Der Vorfall hatte sich im März 2004 zugetragen. Ein Autolenker verfolgte in Luzern den Wagen eines Widersachers. In Reussbühl stoppten sie. Der Verfolger holte während einer Diskussion plötzlich mit dem Gertel zu einem Schlag auf den Kopf des Widersachers aus. Dieser erlitt eine 4 cm lange, tiefe Schnittwunde im Bereich der Kopfhaut und eine fast 10 cm lange Schnittwunde beim Hals. Ausserdem wurde ihm fast die Ohrmuschel abgetrennt.

Das Luzerner Kriminalgericht verurteilte den Mann mit der Gertel wegen versuchter, eventualvorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren. Als das Luzerner Obergericht die Verurteilung bestätigte, rief der Täter das Bundesgericht an. Die Lausanner Richter folgten jedoch ihren Kollegen in Luzern. Zu Recht habe das Luzerner Obergericht das Verschulden des Täters als schwer eingestuft. Die ausgesprochene Strafe von vier Jahren ist deshalb auch nach Meinung des Bundesgerichts angemessen.

Urs-Peter Inderbitzin/Neue LZ

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