BUNDESGERICHTSENTSCHEID: Vereinen drohen hohe Kosten für Sicherheit

Hockey- und Fussballvereine sollen laut Bundesgericht für die Sicherheit ausserhalb des Stadions zahlen. Das stösst dem FCL und EVZ sauer auf.

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Nach dem Fussballspiel FC Luzern gegen FC Basel im Mai 2007 greift die Polizei am Bahnhof Luzern mit Wasserwerfern ein. (Bild: Philipp Schmidli/Archiv LZ)

Nach dem Fussballspiel FC Luzern gegen FC Basel im Mai 2007 greift die Polizei am Bahnhof Luzern mit Wasserwerfern ein. (Bild: Philipp Schmidli/Archiv LZ)

Ab der neuen Saison müssen der FC Xamax und der Eishockey-Club Neuenburg für die Sicherheit ausserhalb ihrer Stadien tief in die Taschen greifen. Das Bundesgericht gibt dem Kanton Neuenburg Recht, der die Sportvereine dafür mit 60 bis 80 Prozent der Kosten zur Kasse bitten will.

Für den FC Luzern würden so zusätzliche Ausgaben von 1,3 bis 1,7 Millionen Franken entstehen. «Einerseits habe ich dafür Verständnis», sagt Mike Hauser, FCL-Sicherheitschef. «Andererseits müssten sich dann auch alle anderen Veranstalter, an deren Anlässe Polizeipräsenz nötig ist, beteiligen.» Auch beim EV Zug stösst der Entscheid auf Ablehnung.

Die Verordnung sei in Neuenburg noch nicht umgesetzt, sagt Alexander Lieb vom Luzerner Justiz- und Sicherheitsdepartement. Sie definiere nicht genau, wer für welche Kosten aufkommen müsse. «Deshalb werden wir beobachten, wie sich die Parteien in Neuenburg einigen.»

Luca Wolf und Urs-Peter Inderbitzin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.