Bundesrat schafft mehr LKW-Parkplätze

Viele Chauffeure haben Mühe, entlang der Autobahn einen freien Parkplatz zu finden. Nun will der Bundesrat Abhilfe schaffen - auch auf der Raststätte Sempach-Neuenkirch.

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Parkiert für die Nacht - ausländische Lastwagen in Reih und Glied in Neuenkirch. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Parkiert für die Nacht - ausländische Lastwagen in Reih und Glied in Neuenkirch. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Der Bundesrat will in Autobahnnähe gesamtschweizerisch 16 Plätze für je 30 bis 100 LKW schaffen. Das vom Bundesrat am Freitag verabschiedete Konzept hat zum Ziel, dass Chauffeure auf den wichtigsten Transitstrecken alle 60 Minuten einen freien Gratis-Parkplatz anfahren können. Damit will der Bund wildes Parkieren und den Suchverkehr eindämmen.

Davon ist auch die Raststätte Sempach-Neuenkirch. Dort sind zusätzliche Landerwerbsverhandlungen derzeit im Gang. Ebenso soll eine separate Toiletten-Anlage für Chauffeure erstellt werden. Im Endstadion soll ein grosser Parkplatz für 100 Lastwagen in der Grösse von bis zu 9000 Quadratmetern entstehen.

Bestehende Anlagen nutzen

Um die Kosten einzudämmen, setzt das Konzept auf Synergieeffekte mit bereits bestehenden Anlagen, die für andere Zwecke genutzt werden. Dies gilt für 12 der 16 vorgesehenen Anlagen.

Neben Neuenkirch geht es etwa um die Anlagen für das LKW-Management in Knonau ZH oder um die Standorte Ripshausen UR bei Erstfeld, Chavornay VD, Bodio TI und St. Maurice VS, wo heute LKW geprüft werden. Weitere Anlagen gibt es in Bern/Grauholz, bei Härkingen AG, Birrfeld AG, Forrenberg ZH, Glarus, Misox GR, Realta TI, Stalvedro/Faido und Bulle FR.

Die Realisierung der Anlagen erfolgt etappenweise über mehrere Jahre und hängt von den verfügbaren finanziellen Mitteln sowie vom Fortschritt beim Kauf der nötigen Parzellen ab. Geplant sind kleine Parkplätze für 30 bis 50 LKW (ca. 4000 m2) sowie grosse Stellplätze für rund 100 Camions (ca. 9000 m2). Ob ein kleiner oder ein grosser Stellplatz realisiert wird, hängt vom Verkehrsaufkommen in der Region, den Synergien, den Platzverhältnissen und der Topografie ab. Die Plätze werden mit einfachen sanitarischen Anlagen (Toiletten, fliessendes Wasser) ausgerüstet, Verpflegungsmöglichkeiten sind keine vorgesehen.

Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) beziffert die Kosten in einem Communiqué auf einen tiefen dreistelligen Millionenbetrag, das heisst mehr als 100 Millionen Franken.

sda/rem