BUOCHS: Hotelier: «Ich musste Constantin betreiben»

Der FC Sion logierte zum Cup­halbfinal gegen den FC Luzern über Ostern während zwei Tagen im Hotel Rigiblick am See in Buochs - 20 Personen mit Vollpension. Doch mit der Bezahlung happerte es.

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Wunderschön gelegen: Hotel Rigiblick am See in Buochs. (Bild pd)

Wunderschön gelegen: Hotel Rigiblick am See in Buochs. (Bild pd)

Das Sportliche ist bekannt: Der FC Sion reiste an Ostern nach Luzern und gewann den spannenden Cuphalbfinal gegen den FC Luzern im Penaltyschiessen. Wenig später wurden die Sittener zum 11. Mal Schweizer Cupsieger.

Zur Vorbereitung weilte die 20-köpfige Walliser Delegation im Buochser Hotel Rigiblick am See. Zwei Tage und zwei Nächte mit Vollpension und Benützung der Seminarräume. «Christian Constantin war am Ende des Lobes voll und bedankte sich mit grossen Worten bei uns für die erst­klassige Beherbergung», sagt Rigiblick-Geschäftsführer Jean-Claude Rölli-Duan rückblickend. Doch die Rechnung begleichen wollte Constantin nicht.

Keine Reaktion auf drei Mahnungen
Weder auf ein Email noch auf zwei Mahnungen, eine davon eingeschrieben, erfolgte seitens des FC Sion eine Reaktion. Anfang Juli - zweieinhalb Monate nach Ostern - musste Rölli-Duan den FC Sion betreiben: «Es blieb mir ja nichts anderes übrig.» Daraufhin reagierte der FC Sion mit einem Rechtsvor­schlag, wonach Rölli-Duan innert 20 Tagen hätte beweisen müssen, dass die Rechnung noch nicht bezahlt sei.

«Vor zwei Tagen ist das Geld dann plötzlich eingetroffen, ohne dass ich in der Zwischenzeit reagiert hätte», sagt Rölli-Duan, «und zwar auf den Rappen genau.» Der Gang zum Gericht blieb ihm deshalb erspart: «Ich weiss, dass Monsieur Constantin gute Anwälte hat, aber in diesem Fall wäre er schlecht weggekommen.»

Sions Rückkehr im Herbst?
Der Aufenthalt im Buochser Rigiblick am See hat Christian Constantin offen­bar so gefallen, dass er im April gegenüber Jean-Claude Rölli-Duan verlauten liess, er wolle im September für das Auswärtsspiel gegen den FC Luzern wiederum im Rigiblick absteigen.

«Das kann er vergessen», sagt Rölli-Duan, «für Constantin und den FC Sion bleiben unsere Türen für immer verschlossen.»

Gusti Gretener

Die Geschichte hat die Weltwoche in ihrer jüngsten Ausgabe publik gemacht.