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BUOCHS/LUZERN: Ein Lama für das Verkehrshaus

Ein Helikopter der Buochser Alpinlift trat am Dienstag seine letzte Reise an. Auf einem Tieflader.

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@nidwaldnerzeitung.ch

Die ganze Aktion auf dem Flugplatz Buochs dauert wenige Minuten: Ein Zimmermann-Lastwagenkran hievt den blauen Helikopter der Alpinlift AG mit dem Kennzeichen HB-ZGP auf die Ladefläche eines Sattelschleppers. Noch am Nachmittag wird der Transport im Verkehrshaus erwartet. Dort wird das Fluggerät vom Typ Lama SA315B neben weiteren Helikoptern in der Luftfahrt-Halle zu bestaunen sein.

Als klar war, dass die Alpinlift den Lama ausmustern will, habe man mit dem Verkehrshaus in Luzern Kontakt aufgenommen. «Sie zeigten grosses Interesse», sagt Geschäftsführer Sascha Kempf. «Wir haben uns dann entschlossen, den Heli dem Verkehrshaus zu schenken.» Der Lama, hergestellt von der französischen ­Aérospatiale, hat Jahrgang 1974. Seit der Firmengründung 2005 war er im Besitz der Alpinlift. «Wir haben damit fast 4800 Flugstunden absolviert», sagt Kempf. Insgesamt hat der Helikopter 24 021 Flugstunden auf dem Zähler – so viel wie wohl kein anderer dieses Typs in der Schweiz.

Flugerlaubnis läuft ab

Die Alpinlift hat den Lama mehrheitlich für Transporte eingesetzt, aber auch für Rundflüge. Ausgemustert wird der «fliegende Traktor», wie Kempf ihn nennt, unter anderem, weil im Herbst eine Totalrevision angestanden hätte. Danach wäre er zwar für weitere 4800 Stunden zugelassen. «Doch die kriegen wir nicht mehr rein, bevor die Flugerlaubnis für diesen Typ erlischt», sagt Kempf. Das wird 2019 der Fall sein, weil der Lama nicht mehr den Vorschriften der Europäischen Agentur für Flugsicherheit entspricht. Zudem seien auch kaum mehr Ersatz­teile erhältlich.

«Wir haben den Heli jetzt eine Woche lang geputzt und poliert», erzählt Sascha Kempf. Komponenten, die noch in gutem Zustand waren, wie das Triebwerk, die Rotorblätter oder einzelne Instrumente, hat die Alpinlift verkauft. Dafür wurden ausrangierte Teile ins Ausstellungsmodell eingebaut. «Für die Rotorblätter sind wir noch auf der Suche, das gestaltet sich schwierig», so Kempf.

Im Hangar der Alpinlift stehen jetzt noch ein Bell 407, der vor allem für Transportzwecke gebraucht wird, und ein Eurocopter EC 120. Dieser geht vor allem auf Rundflüge oder kommt für Umschulungen zum Einsatz. Ende 2018 erwartet die Alpinlift die Auslieferung eines Marenco Swiss Helicopter SKYe SH09. Für dieses Modell gehört die Buochser Helikopter-Unternehmung zu den Erstkunden.

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