Bushof Wolhusen: Es bleibt bei einer behindertengerechten Buskante

Eine Fachstelle hat für eine rollstuhlgerechtere Lösung in Wolhusen gekämpft. Nun findet sie sich mit einem Entscheid des Kantonsgerichts ab, zeigt sich aber enttäuscht – und spart nicht mit Kritik.

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Ein Bus beim Bahnhof Wolhusen.

Ein Bus beim Bahnhof Wolhusen.

Bild: Corinne Glanzmann

(cpm) Der Streit um die Höhe der Haltekanten im geplanten neuen Bushof Wolhusen ist beendet. Dies, weil die Fachstelle für hindernisfreie Architektur einen Entscheid des Kantonsgerichts nicht ans Bundesgericht weiterziehen wird.

Die Fachstelle spricht in einer Mitteilung vom Donnerstag allerdings von «grosser Enttäuschung» und ist weiterhin überzeugt, dass es auch in Wolhusen eine rollstuhlgerechte Lösung gäbe. «Das Gericht nimmt die Diskriminierung der Nutzerinnen und Nutzer mit Gehbehinderung bewusst in Kauf», schreibt die Fachstelle und kritisiert auch die Behörden vor Ort: Die Gemeinde Wolhusen habe es «schlicht verpasst», die Anliegen von behinderten Menschen frühzeitig in die Planung miteinzubeziehen.

Von den geplanten fünf Haltekanten wird nun also eine in der behindertengerechten Höhe von 22 Zentimetern gebaut, die restlichen vier weniger hoch. Das Kantonsgericht hatte die Beschwerde unter anderem mit Verweis auf die engen Platzverhältnisse abgewiesen – und befunden, die vom Kanton getroffene Interessenabwägung sei «umfassend und nachvollziehbar».

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