Bussen: Yvonne Schärli widerspricht der Polizei

Wirbel ums Bussenbudget: Geht der Mehraufwand zu Lasten der Sicherheit? Ja, sagt die Polizei. Nein, die Sicherheitsdirektorin.

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Regierungsrätin Yvonne Schärli. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Regierungsrätin Yvonne Schärli. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Das um 2,4 Millionen auf 21,9 Millionen Franken erhöhte Bussenbudget der Polizei sorgt weiter für Wirbel: Im aktuellen Geschäftsbericht der Luzerner Polizei schreibt Polizeikommandant Beat Hensler: «Jede Schwerpunktverlagerung wird unweigerlich zu einer Reduktion der Polizeipräsenz und zu einer Verringerung der Aufklärungsrate in anderen Kriminalitätsfeldern führen.» Oder anders gesagt: Mehr Geschwindigkeitskontrollen bedeuten Abstriche bei der Sicherheit.

Regierungsrätin Yvonne Schärli. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Regierungsrätin Yvonne Schärli. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Brisant: Noch vor eineinhalb Monaten – also vor der Budgetdebatte im Kantonsrat – hatte das ganz anders getönt. Hensler versicherte damals, dass trotz mehr Kontrollen andere polizeiliche Tätigkeiten nicht leiden würden: «Die Bekämpfung der Kriminalität ist durch die intensiveren Verkehrskontrollen nicht tangiert.»

«Unpräzise ausgedrückt»

Für eine Stellungnahme war Hensler gestern nicht erreichbar. Dafür sagt Justiz- und Sicherheitsdirektorin Yvonne Schärli: «Beat Hensler hat sich im Geschäftsbericht unpräzise ausgedrückt. Nicht jede Schwerpunktverlagerung führt zu einer Reduktion der Polizeipräsenz und zu einer Verringerung der Aufklärungsquote in anderen Kriminalitätsfeldern. Eine Ausnahme bildet nämlich unsere Arbeit für die Sicherheit auf unseren Strassen.»

Alexander von Däniken

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