BUSVERBINDUNG: Der Fahrplanwechsel löst in Emmen Frust aus

Der neue Fahrplan bringt Verbesserungen wie eine neue Trolleybuslinie mit sich. Dennoch passt er vielen nicht, wie Rückmeldungen zeigen.

Gabriela Jordan
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Die Aufhebung der Linie 53 seit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember sorgt bei vielen Emmern für Ärger. (Bild: Roger Grütter)

Die Aufhebung der Linie 53 seit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember sorgt bei vielen Emmern für Ärger. (Bild: Roger Grütter)

Der Fahrplan 2017 hat einschneidende Neuerungen mit sich gebracht, von welchen vor allem das Emmer Busnetz betroffen ist. Die Rede ist insbesondere von der aufgehobenen Linie 53, den neuen Linien 40 bis 46 sowie der aufgehobenen Linie 13. Viele ÖV-Passagiere müssen sich an die neuen Verbindungen noch gewöhnen. Leserbriefe an unsere Zeitung sowie Rückmeldungen an den Verkehrsverbund Luzern (VVL) zeigen, dass die Umstellung bei den Leuten noch einige Zeit dauern wird.

Teilweise unglücklich mit der Fahrplanänderung sind die Emmer, weil die Linie 53 aufgehoben wurde. Aus Emmen Dorf gelangt man nicht mehr ohne Umsteigen nach Luzern. Christoph Zurflüh, Sprecher des Verkehrsverbunds Luzern, räumt ein, dass die Ablösung des 53ers durch die neue Linie 40 (Waldibrücke–Emmenbrücke–Littau) vor allem für Fahrgäste aus Emmen Dorf grosse Veränderungen zur Folge habe. Andererseits, so Zurflüh, sei das Angebot ausgebaut und die Linie am neuen Bushub Emmenbrücke mit der Bahn und weiteren Bussen bestens verknüpft worden. Zu Pendlerzeiten gebe es vom Bushub so bis zu 22 Verbindungen pro Stunde nach Luzern. Die neue Linie 40 schaffe zudem Direktverbindungen innerhalb der Agglomeration und entlaste das Zentrum.

Keine direkte Kritik, aber viele Fragen wurden laut Zurflüh zum Emmer Busnetz, also zu den Linien 41 bis 46, gestellt. «Mit der Neugestaltung dieses Netzes mussten zahlreiche Fahrgäste ihre Gewohnheiten ändern und neue Reisewege wählen», sagt er.

Die Aufhebung der nur kurz währenden Linie 13 zwischen Rothenburg und Littau beschäftigt Passagiere ebenfalls: Es werde sinnlos umstrukturiert, findet eine Leserin aus Rothenburg. Sie bemängelt, dass es nun keinen direkten Anschluss zum EmmenCenter mehr gibt. Christoph Zurflüh versichert: «Unsere Fachleute nehmen diese Rückmeldungen sehr ernst.» Da es sich um einen sehr grossen Fahrplanwechsel gehandelt habe und sie teilweise in die Gewohnheiten der Fahrgäste eingegriffen hätten, seien solche Rückmeldungen nicht aussergewöhnlich.

Verschlechtert hat sich die Situation für die Einwohner in Ruopigen. Sie reklamieren, weil die Busnummer 12 Richtung Littau nicht mehr bis nach Ruopigen fährt. Zurflüh relativiert: Der 12er sei bereits bisher nur zu Randzeiten bis Ruopigen gefahren.

Die Linie 5 von Kriens nach Emmenbrücke, welche wie die Linie 40 das Stadtzentrum entlasten soll, hat sich noch mässig etabliert. Laut Christian Bertschi, Sprecher der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL), hat sich die Auslastung seit der Einführung bereits verbessert. Zudem schaffe diese neue Verbindungen innerhalb der Stadt.

Gabriela Jordan