Busvorfahrt auf Haldenstrasse?

Die VBL fordern eine Bevorzugung ihrer Busse auf der Haldenstrasse. Schon jetzt brauchen Autofahrer auf dieser Strecke viel Geduld, kritisiert der Touring Club.

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Zum Ärger aller: Zur Stosszeit staut sich der Verkehr oft über die gesamte Haldenstrasse. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Zum Ärger aller: Zur Stosszeit staut sich der Verkehr oft über die gesamte Haldenstrasse. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Wer zu Fuss ein zügiges Tempo anschlägt, ist zwischen 17 und 18 Uhr auf gewissen Strecken rascher am Ziel als mit dem Bus: Dies zeigen Erhebungen der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL). Betroffen ist insbesondere die Strecke Haldenstrasse stadteinwärts.

Die VBL haben in ihrem kürzlich veröffentlichten Bericht «Neuralgische Punkte im Luzerner Busnetz II» auf die Situation an der Haldenstrasse hingewiesen. Beat Nater, Leiter Betrieb und Markt, konstatiert: «Die Haldenstrasse kann aufgrund der hochfrequentierten Linien 6/8 und 24 als eine ÖV-Hauptachse bezeichnet werden – dennoch herrschen hier äusserst schlechte Betriebsbedingungen.» Aktuell seien 24'700 Passagiere pro Tag und beinahe 9 Millionen pro Jahr betroffen.

Der Vorschlag der VBL zur Verbesserung: «Stadteinwärts könnten die Bushaltestelle Casino-Palace und Haldensteig zu nicht überholbaren Fahrbahnhaltestellen umgerüstet werden», so Nater. Zusätzlich könnte die Lichtsignalanlage Luzernerhof so gesteuert werden, dass im Bereich der Haltestelle Haldensteig eine Anmeldung erfolgt.

Beim Touring Club der Schweiz (TCS) möchte man noch keine endgültige Stellungnahme zu den vorgeschlagenen Massnahmen abgeben. Alex Mathis, Geschäftsführer der Sektion Waldstätte des Mobilitätsclubs, sagt aber, die Autofahrer müssten im Feierabendverkehr entsprechend sehr lange Wartezeiten in Kauf nehmen.

Ebenfalls noch nicht konkret äussern will man sich bei der Stadt Luzern. Roland Koch, stellvertretender Stadtingenieur, sagt: «Wir möchten zunächst alle Vorschläge der VBL minutiös prüfen – erst dann werden wir Stellung dazu nehmen.»

Dave Schläpfer

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