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BUTTISHOLZ: Dritte Fahne zum dreifachen Jubiläum ausgerollt

125 Jahre alt ist die Feldmusik Buttisholz. Das Korps ist dafür umso jünger – 32-jährig im Schnitt. Zum Geburtstag gibt es eine neue Vereinsfahne und freundschaftlichen Besuch aus Deutschland.
Pfarrer Eduard Birrer segnet die neue Vereinsflagge der Feldmusik Buttisholz.Bild: Jakob Ineichen (Buttisholz, 2. Juli 2017)

Pfarrer Eduard Birrer segnet die neue Vereinsflagge der Feldmusik Buttisholz.Bild: Jakob Ineichen (Buttisholz, 2. Juli 2017)

«Eine Fahnenweihe ist für unseren Verein nichts Alltägliches», sagte André Haas, Präsident der Feldmusik Buttisholz, zu Beginn des gestrigen Festgottesdienstes in der Doppelturnhalle. Der Verein feierte am Wochenende gleich dreifach: Zum 125-jährigen Geburtstag wurde eine neue Fahne eingeweiht – es ist erst die dritte in der Vereinsgeschichte. «Wind und Wetter haben bei der alten Fahne aus dem Jahr 1959 Spuren hinterlassen, sie ist gezeichnet von ihrer langen Geschichte», führte der Vereinspräsident weiter aus.

Zum Geburtstag und der Fahnenweihe konnte noch ein dritter Anlass begangen werden: Seit 50 Jahren pflegt die Feldmusik Buttisholz zum Musikverein Kirchen-Hausen aus Baden-Württemberg freundschaftliche Kontakte mit regelmässigem gegenseitigem Besuch. Selbstverständlich sind deshalb die deutschen Musikanten auch zum Jubiläum in die Zentralschweiz angereist und spielten nach dem Gottesdienst zum Frühschoppenkonzert auf. «Diese drei Ereignisse sind guter Grund zu feiern», sagt der Buttisholzer Pfarrer Eduard Birrer. Die neue Fahne sei ein Zeichen des Aufbruchs, des Weitergehens – in die Zukunft schreitend voraus.

Gespannt warteten die Festbesucher dann auf die Einweihung, denn auch die Musikanten hatten das neue Banner zuvor noch nicht gesehen: Spontaner Applaus folgte, wie das Tuch entrollt wurde und die Fahne sich dem Publikum präsentierte: Sie ist einerseits in den Farben der Gemeinde gehalten, Rot und Weiss: Blau symbolisiert dazu den Kanton Luzern. Rot auch die Instrumente, die beim Spielen – zumindest symbolisch – leuchten. Pfarrer Eduard Birrer segnete die Fahne ein, als Fahnengotte amtete Sandra Orlemann Furrer, der Fahnengötti ist Markus Lampart. Beide Paten stammen aus Buttisholz.

Junges Korps – und «es braucht alle»

Die Feldmusik gehört fest zu Buttisholz – entsprechend gross der Aufmarsch am Festwochenende. Bereits am Jubiläumskonzert vom Samstag konnten die 40 Musikanten unter der Direktion von Daniel Bättig vollem Saal aufspielen. «Das macht Freude, und wir sind sehr zufrieden», so Vereinspräsident André Haas. Anders als andere Musikvereine kennt die Feldmusik keine Nachwuchsprobleme. «Wir haben ein Durchschnittsalter von 32 Jahren, damit sind wir eine sehr junge Musik.» Die Nachwuchsförderung klappe ausgezeichnet. Mit 17 Jahren wechseln die jungen Leute von der Jungmusik zur Feldmusik. Dem Verein gelinge die Gratwanderung gut, einerseits die Jungen zu fördern und zu fordern – und gleichzeitig ältere Korpsmitglieder nicht zu überfordern. «Es braucht alle – gerade auch an einem Anlass wie heute», sagt André Haas. Der Dirigent mache ausgezeichnete Arbeit und nehme auch individuelle Anpassungen vor.

Auf spannende und informative Weise konnten sich die Festbesucher über die 125-jährige Geschichte orientieren: Eine Ausstellung zeigte alte Uniformen, Protokollbücher, Pokale, Kränze, Fotos aus der langen Geschichte. Zudem wurde auf das Jubiläum eine ausführliche Festschrift verfasst: Darin geht Chronist Franz Wüest der Vereinsgeschichte spannend und vielseitig auf die Spur. Der Chronik war etwa zu entnehmen, dass die Feldmusik 1842 aus der «kirchlichen Instrumentalmusik mit sieben Mitgliedern» hervorgegangen ist. In deren Statut ist zum Beispiel das Entgelt von 4,5 Gulden pro Auftritt geregelt. Zusätzlich konnte der Kirchenrat auch einen Abendtrunk spendieren – sofern die Leistung ansprechend war. Das war sie an diesem Festwochenende allemal.

Hannes Bucher

kanton@luzernerzeitung.ch

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